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Was mich an Yogis nervt – Shit Yogis Say

Was mich an Yogis nervt - Shit Yogis Say | Mit diesem Post mache ich mir wahrscheinlich nicht nur Freunde. Warum ich ihn trotzdem geschrieben habe? Es musste einfach mal raus.

Mit diesem Post mache ich mir wahrscheinlich nicht nur Freunde. Warum ich ihn trotzdem geschrieben habe? Es musste einfach mal raus.

Versteh mich nicht falsch, ich finde Yogis toll! Nicht umsonst heißt diese Seite Oh My Yogi, und ich bezeichne mich ja selbst als Yogi. Aber wie immer hat alles zwei Seiten und es gibt ein paar Dinge, die mich an Yogis tierisch nerven – mich eingeschlossen.

1. Seltsame Namen

Ich werde jetzt hier keine Beispiele nennen, damit sich niemand konkret angegriffen fühlt. Ihr wisst wahrscheinlich was ich meine. Barbara, Helga und Anneliese haben auf einmal ganz exotische Namen.

Das meine ich.

Ich verstehe das Ritual, in welchem man sich von seinem Lehrer einen Sanskrit-Namen geben lässt, um auch der neuen Identität einen Namen zu geben. Aber was ich nicht verstehe ist, wenn man sich nur noch so nennt und nennen lässt, sogar im Ausweis umbenennen lässt.

Die vollkommene Ablehnung des alten Ichs ist sicher nicht des Rätsels Lösung. Viel mehr die Verbindung von neu und alt macht die Identität vollständig.

2. Komische Grußformeln

Zum Ende einer jeder noch so belanglosen Nachricht ein Love & Light, Namaste oder Hari Om zu setzen, macht nicht heiliger, sondern nur irgendwie seltsamer.

Die Perfektion dieser Eigenart, ist die Verbindung von Punkt 1 und 2.

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3. Bekehrungswahn

Viele Yogis denken, sie wissen es jetzt besser als die anderen, und lassen das auch raushängen. Ich weiß nicht wie sie es schaffen jedes Gespräch zum Yoga zu lenken. Dahin, dass der Gegenübersitzende es auch UNBEDINGT mal ausprobieren sollte.

Meiner Meinung nach bringt bekehren rein gar nichts. Der Mensch wird nur etwas ändern wenn ER bereit dazu ist, nicht du!

Lebe vor was du für richtig hältst, sei eine Inspiration. Aber halte deinen Mund und lass die anderen entscheiden, wann ihre Zeit gekommen ist und was sie sich von dir abschauen möchten.

Und überhaupt, wer sagt denn, dass Yoga für jeden das Richtige ist?

4. Fotos in Yogaposen

Yogis die auf jedem verdammten Foto eine Yogapose einnehmen. Ja es ist okay, wir wissen dass du Yoga machst. Natürlich siehst du in vielen Positionen gut aus, das tut dein schönes Lächeln aber auch!

Deswegen gehört das auch zu den 3 Dingen, die du von mir nicht bekommen wirst >>

5. Pure Friedlichkeit

Ich finde, dass manche Yogis den Weg von Gleichmut und Frieden missverstehen und dazu übergehen, sich alles gefallen zu lassen, gar in eine Opferrolle rutschen. Von Liebe für sich selbst kann da keine Rede mehr sein.

Auch als Yogi darf man mal aufstehen und seine Meinung äußern. Auch als Yogi darf man mal wütend und laut werden und seine Gefühle ausleben.

Und wehe dem, der mir noch mal während eines wütenden Momentes sagt: „Aber du machst doch Yoga, wo ist denn deine Gelassenheit!“ Merkt ihr nicht wie perfide dieser Spruch ist und was ihr da von einem Menschen verlangt?

6. Trendyogis

Die Trendyogis machen jeden (überteuerten) Trend mit. Du erkennst sie an ihren bunten Leggings, mit Gottheiten bedruckten Tops und Flatterschals mit Om-Zeichen oder Malas um den Hals. Meist haben sie einen Smoothie in der rechten und einen Matcha-Tee in der linken Hand. „Ich bin ein Yogi!“ schreien sie in die Welt hinaus. Vergessen dabei aber das, was einen eigentlichen Yogi ausmacht: Den inneren Yogi.

Shit Yogis Say

Zum Abschluss noch ein Video, welches mich immer wieder zum Lachen bringt und es so gut zusammenfasst:

 

Hab ich was vergessen? Schreib es in die Kommentare!

Hast du eine andere Meinung, schreib sie auch in die Kommentare. Aber nicht vergessen lieb zu bleiben. Du machst doch Yoga, wo bleibt denn deine Gelassenheit?

Betty

Was mich an Yogis nervt - Shit Yogis Say | Mit diesem Post mache ich mir wahrscheinlich nicht nur Freunde. Warum ich ihn trotzdem geschrieben habe? Es musste einfach mal raus.
Kategorie: Lebensstil

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Hi, ich bin Betty, Yogalehrerin, Bloggerin, Reiseleiterin und die Gründerin von Oh My Yogi. Im Jahr 2000 entdeckte ich Yoga für mich und stand meine halbe Jugend lang auf dem Kopf, bevor ich elf Jahre später begann von meiner Leidenschaft zu leben und mich in die Freiheit der Selbstständigkeit zu verlieben. Hier zeige ich dir, wie du Yoga mit Herz lebst und authentisch unterrichtest. Frei und spirituell, geerdet und echt - ganz so, wie es dich glücklich macht.

38 Kommentare

  1. Haha, du hast so recht – wobei: Ich LIEBE coole, bunte Leggings, die im Übrigen zwischendurch auch mal viel zu teuer sind… #trendyogi ;-D

    • Hey Rebecca,

      wahrscheinlich kann sich kein Yogi von all diesen Punkten frei sprechen. Ich auch nicht (das hätte ich vielleicht noch dazu schreiben sollen)… Deswegen hatte ich ja auch so viel Angst ihn zu veröffentlichen!

      Schön dass dus auffasst wies gemeint war, mit Humor. Und du siehst bestimmt toll aus in deinen bunten Leggings :-D

    • Ich liebe dieses Video (leider ausgerechnet von lululemon-hypegedöns per se) und Deine tollen Artikel , die ich gerade erst entdeckt habe! Danke -grossartige Inspiration!love yoga-fuck yoga ich kann mich manchmal nicht entscheiden ;-)

      • Hallo Verena,

        ich finde das Video auch toll und versuche Lululemon einfach zu ignorieren.

        Yoga ist doch das Verbinden der Gegensatzpaare: Love Yoga – Fuck Yoga… passt da doch super rein ;-)

        Lieben Gruß
        Bettina

  2. Ich finde das im Übrigen auch völlig okay – man sollte sich ohnehin nicht immer so ernst nehmen. Dann klappt’s auch mit love and light ;)

  3. Oh, wie erfrischend :-)! Danke, dass Du diesen Artikel veröffentlicht hast! :-) Ständige Gelassenheit wird völlig überbewertet ;-). Was ist mit Werden und Vergehen, dem reinigenden Feuer ;-)?

  4. Christl sagt

    Ich mag meine Flatterschals, meine OM Shirts und ich poste auch Yogafotos von mir ( schließlich war es meist ein jahrelanger Weg, die betreffende Asana einigermaßen zu meistern :-))) ) trotzdem finde ich Deinen Artikel klasse. Vielen Dank!

  5. Also irgendwie muss diese Entwicklung am Allgäu vorbeigegangen sein :-)
    Ich kenne nur „Normalo-Yogis“ in Schlabberhosen und ohne missionarischen Drang.

  6. Vera sagt

    Cooler Artikel! Ich lache immer noch… Auch Yogis brauchen Selbstironie, nicht dass wir noch unflexibel werden ;)
    Namaste (huch)

  7. Rune sagt

    Hallo Bettina,

    wie ich mich in Deinem Bericht doch bei der einen oder anderen Stelle wiedergefunden habe und trotzdem herzlich darüber und über mich lachen konnte.
    Erwischt, dachte ich.
    Ich habe YOGA im Alter von 49 Jahren erst für mich entdeckt und bin total begeistert, was es mit bislang körperlich und seelisch gegeben hat.
    Deinen Blog finde ich toll und es stimmt tatsächlich, was Du geschrieben hast, manche nerven richtig und als Neuling tut man sich dann oft schwer das richtig einzuordnen.
    Dein Bericht bringt für mich eine gewisse Gelassenheit zurück und die Gewissheit, das Lockerbleiben einfach das Beste ist.

    Liebe Grüße und mach weiter ;-))))))

  8. Liebe Bettina,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich lese Deine Artikel seit einiger Zeit und finde sie sehr inspirierend und muss sehr oft schmunzeln. Ich praktiziere seit ein paar Jahren Yoga und unterrichte mittlerweile selbst. Liebe mein „altes“ Leben, bin aber auch gespannt auf mein „neues“ Leben bzw. das was noch alles in mein Leben tritt. Ich hänge gerade meinen Bankerjob an den Nagel. Rede wahrscheinlich auch manchmal zu viel über Yoga, allerdings weil ich begeistert bin :o). Lasse mir keinen anderen Namen geben. Ich bin mit meinem ganz zufrieden und der Wein schmeckt mir immer noch. Ich denke, es sollte jeder nur soweit gehen wie er wirklich bereits ist zu gehen und vielleicht darf ich den Einen oder Anderen ein Stück begleiten. Und vielleicht ist es dann ähnlich wie bei mir … wir nähern uns uns selbst wieder an :o). Liebe Grüße und schreib weiter….Claudia

    • Liebe Claudia,

      dies ist doch das wichtigste, die Essenz: Sich selbst wieder annähern.
      Das hast du schön auf den Punkt gebracht!

      Es freut mich dass ich dich auch mal zum Schmunzeln bringe, denn damit habe ich ein bisschen mein Ziel erreicht. Weniger Ernsthaftigkeit mehr Lachen in der Yogawelt.

      Alles liebe und gute für dein „neues“ Leben!
      Bettina

  9. Toll ! Der Beitrag ist doch das, was für uns als Yogis wichtig ist. Das Leben mal aus einer anderen Perspektive sehen !

  10. sigrid pohlhaus sagt

    Liebe Bettina,
    danke für den lustigen und auch wahren Artikel. Genau so ists … Keep om rockin ;-)

    • Bettina sagt

      Liebe Bettina,
      Es ist schön zu lesen mit welcher Frische und Selbstironie du die Themen auf den Punkt bringst. Durch Zufall bin ich auf deine Artikel gestoßen und habe den gestrigen Abend damit verbracht sie zu lesen.
      Ein großes Dankeschön von mir an deine Offenheit. Du wirst es sicherlich nicht jeden recht machen, aber erstaunt darüber sein, wieviel Zuspruch du erhältst. Ich finde deine Einstellung großartig und freu mich schon auf mehr.
      LG und Hau rein;)
      Bettina

      • Hallo Bettina,

        ich möchte es auch nicht jedem Recht machen, trotzdem geht mir Kritik immer noch nah. Um so schöner solche Worte von dir zu lesen. Danke dafür!

        Lieben Gruß
        Bettina ;-)

  11. Sophia sagt

    Als mir letzten jemand etwas wie #5 entgegenbrüllte habe ich mich wirklich fast vergessen … :D
    Danke für den lustigen und erfrischenden Artikel!

  12. … als noch relativ neuer Yogalehrer springen mir diese Gedanken auch ständig durch den Kopf. Während der Ausbildung fühlte ich mich schon wie ein Außerirdischer – ohne Einhörner, ohne überhaupt Leggins, ohne grünen Smoothie am Morgen … Danke für diesen Beitrag. Dann bin ich wohl nicht allein in der Yogiwelt :) Und danke für diesen Blog, den ich im Sinne dieses Posts sehr erfrischend „normal“ finde! Herzlichst, Katrin

  13. …..ich habe sehr geschmunzelt… ich praktiziere seit ca. 2 Jahren intensiv Yoga und gebe seit 4 Monaten Yogaunterricht. Hat sich alles rasend schnell entwickelt und es reißt mich oft in einen tiefen Diskurs mit mir selbst, wenn es darum geht, bin ich nun eine wahrhafte Yogini. Ich habe keinen „exotischen“ Namen, esse ganz normale Mischkost, lass mich von meiner anderen Arbeit auch immer mal wieder stressen, brüll meine Kinder auch mal an und kann auch völlig verspannt gegenüber meinem Ehemann sein. Mich nervt der Hype um bestimmte Yogastile oder Richtungen und die Abgrenzung, die da passiert. Aber eine Yogaeinheit mit mir selbst, in meinem Yogaraum auf meiner Matte zeigt mir immer wieder, warum ich Yoga mache. Es ist schwer zu beschreiben und daher möchte ich, dass andere auch die Möglichkeit haben ihre Erfahrungen mit Yoga zu machen. Vielleicht lehre ich deshalb Yoga in meinen eigenen Räumlichkeiten um anderen den Raum zum Entdecken zu geben….

    • Hey Bettina,

      schön zu wissen, dass man nicht alleine ist, oder? ;-)

      Der Hype hat aber auch einen positiven Apekt. Er holt Yoga aus der Esoterikschiene und schickt ihn rund um die Welt. Sodass ihn mittlerweile sogar Mediziner und andere Wissenschaftler ernst nehmen.

      Lieben Gruß
      Bettina

  14. Zu #1 – richtig schön wird es, wenn jemand nach einigen Jahren den spirituelle Name wechselt. Weil der Guru gewechselt wurde oder ein Medium eine negative Schwingung im alten Namen entdeckt hat. Kein Witz! Ich könnte mehrere Leute benennen. Ich weiß nur nicht, welche Namen die zur Zeit verwenden… Herzlichst Manu

  15. Hallo Bettina.
    Hmm, sehr schön zu lesen. Und erfreut auch mein Herz als Yogalehrerin!
    Ich habe wissenschaftlich zu dem Thema Selbstfürsorge im Berufsalltag und Yoga gearbeitet und eine Studie in Österreich durchgeführt. Yoga ist ein wunderbares Mittel, um gut für sich zu sorgen, aber es gibt auch viele andere Möglichkeiten. Und das Wesentliche im Yoga ist für mich nach vielen Jahren immer noch das innere Erleben….mit den einfachsten Yogaübungen.

    Mehr auf meiner Homepage, wenn es Dich interessiert.

    Danke für Deinen leichten Artikel mit viel Substanz.

  16. Claudia Bartscherer sagt

    Wer ist diese total sympathische, lustige „Dame“ im lululemon-Video?
    Ich liebe sie!!!

  17. Danke und auf den Punkt gebracht. =) In meiner einjährigen Ausbildung zur Yogalehrerin im stylischen Berlin, stießen mir diese Dinge auch übel auf und ließen mich oft lachen, aber auch an meiner eigenen Haltung zu meinem persönlichen Yogaweg zweifeln…. (hihi). Auf jeden Fall möchte ich weiter machen mit der Ausbildung, ist so schön, die Zwiespälte durch Yoga zu vereinigen und zu verstehen. ;)

  18. Inhaltlich fand ich den Artikel richtig SUPER und wer sich in der Yoga-Szene bewegt, wird hier und da sicherlich immer mal wieder auf diese Punkte stoßen. Aber wo sich der Artikel schon kritisch mit den oben genannten Punkten befasst, finde ich es schade, dass es so wirkt als sei er von Lululemon gesponsert (Bild & Video)? Kann aber auch sein, dass der Eindruck täuscht? Besser hätte ich es gefunden, wenn sich der Artikel in diesem Kontext von den teuren Modemarken klar abgegrenzt hätte. Aber dennoch vielen Dank für die unterhaltende Lektüre ;-)

    • Hallo Mariella,

      das hat hier tatsächlich jemand schon mal angemerkt. Dieser Artikel ist nicht gesponsert, alle meine Kooperationen sind am Ende des Artikels entsprechend gekennzeichnet. Suchte damals nur ein zum Video (das einfach lustig ist, egal von wem) passendes Bild, würde ich so heute auch nicht mehr machen ;-) Freue mich, dass dir der Artikel trotzdem gefällt.

      Lieben Gruß
      Betty

  19. Hi,
    Ich liebe es Om zu chanten und Namasté zu sagen an ende meiner Yogastunden. Ich liebe auch trendy yogaklamotten . Ich chante auch gerne vokale. Ich mag auch klamotten von lululemon und andere
    Marken… Ich möchte niemanden bekehren das war noch nie meiner intention…Und du hast recht es geht um das authentisch sein. Die bedeutung von hari om ist auch sehr schön . Ich fühle mich aber trotzdem nicht spiritueller als andere wenn ich dieser Worte sage wie om, namaste oder hari om… Yoga hilft mir einfach meiner realität besser an zu nehmen und vielleicht kann jemand anderem von meiner Begeisterung was für sich finden…
    Interessant dein Artikel…
    Yoga war noch nie mainstream und ist es auch nicht…
    Liebe Grüße aus Offenburg,
    Caroline

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