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Wie du als Yogalehrer mehr Geld verdienst ohne härter zu arbeiten

Deine Zeit als Yogalehrer ist begrenzt, deine Einnahmen nicht. Seitdem ich unterrichte, habe ich meinen Stundenlohn verdoppelt bis verdreifacht – und es ist noch Raum nach oben. Wir Yogalehrer verdienen eine höhere als die zurzeit übliche Bezahlung, daran glaube ich fest. Und vor allem daran, dass du das auch hinbekommst! 

Aber bevor wir beginnen: Wenn du dich immer noch fragst, ob es überhaupt okay ist, als Yogalehrer auch darauf aus zu sein Geld zu verdienen, dann lies zuerst diesen Artikel:

Als Yogalehrer im Überfluss leben, ohne sich und seine Ideale zu verkaufen – ist das möglich? >>

Um es kurz zu machen: Ja, du darfst Geld als Energieausgleich annehmen, selbst wenn dir dein Job Spaß macht. Und ja, du darfst das auch in einer gerechten Menge. Dann wäre das ja geklärt und wir können beginnen, mit dem Weg zu einer angemessenen und wertschätzenden Bezahlung deiner Arbeit…

Ja, du darfst Geld als Energieausgleich annehmen, selbst wenn dir dein Job Spaß macht.Click To Tweet

1. Erhöhe deinen Stundenlohn

Die meisten Yogalehrer verkaufen ihre Dienstleistung absolut unter Wert. Gehörst auch du dazu? Viele wissen gar nicht, was ihre Arbeit wirklich wert ist. Sie wissen nicht, dass Selbstständige aus ähnlichen Berufszweigen wesentlich höhere Stundenlöhne verlangen. Und erhalten. Da geht es bei 60 € pro Stunde los, Ende nach oben hin offen. Kannst du das auch von dir behaupten?

Die Krux an dem Ganzen ist, dass du wahrgenommen wirst, wie du dich verkaufst. Bist du billig, wird auch deine Arbeit als billig wahrgenommen. Und bist du teuer, wird deine Arbeit automatisch als wertvoller wahrgenommen. Die Wertschätzung von außen in Form von Geld wirst du erst bekommen, wenn du beginnst deine Arbeit selbst von innen heraus wertzuschätzen, also stolz auf sie zu sein und dich selbstbewusst zu verkaufen. Und zwar indem du einen höheren Stundenlohn verlangst.

'Once your mindset changes, everything on the outside will change along with it.' - Steve MaraboliClick To Tweet

Mir ist klar, dass du jetzt nicht einfach von jedem das Doppelte verlangen und alles andere hinwerfen kannst. Das ist genauso unrealistisch wie es klingt. Ich weiß, dass du Miete und Essen zu bezahlen hast und einmal im Jahr nach Indien möchtest, aber mit ein wenig Geduld und einem guten Plan, kannst du es trotzdem schaffen deinen Stundenlohn wachsen zu lassen ohne deine Sicherheit aufzugeben.

Hier ist mein Weg und dein Plan für mehr Yogalehrer Verdienst:

Sorge zuerst dafür, dass du einen festen Kundenstamm hast, der dein tägliches Brot zahlt. Wahrscheinlich hast du den schon? Von hier aus kannst du mutiger werden. Bei deiner nächsten Preisverhandlung mit einem neuen Kunden verlange einfach 10 € pro Stunde mehr. Bei der darauffolgenden noch mal 10 € mehr. Und bei der danach… du hast das Prinzip verstanden, nicht wahr? So arbeitest du dich langsam hoch und lotest deine Grenzen aus ohne zu viel aufs Spiel zu setzen.

Wenn sich dann mit der Zeit Yogastunden angesammelt haben, mit denen du mehr verdienst, gehe mit deinen eingesessenen „Arbeitgebern“, die noch den alten Preis zahlen, in neue Preisverhandlungen. Handel sie höher und bleibe bei deinem Standpunkt. Habe den Mut zu sagen, dass du für den alten Preis nicht mehr für sie arbeiten kannst. Du bist nicht mehr von ihnen abhängig und hast stichhaltige Argumente: Seit deinen Anfängen dort hast du viel Berufserfahrung gesammelt und dein Unterricht hat sich als erfolgreich und beliebt bewehrt.

Du wirst dich wundern, was möglich ist!

2. Spezialisiere dich

Wenn du alles nur ein bisschen kannst und nichts so richtig, dann ist es klar, dass deine Arbeit auch nicht so richtig bezahlt wird. Spezialisiere dich auf eine Sache und werde darin richtig gut. Nur so wirst du als Experte für einen bestimmten Bereich wahrgenommen und besser bezahlt.

Als ich begann mit dem Unterrichten, habe ich so ziemlich alles genommen was ich kriegen konnte. Yoga für Rentner auf Stühlen? Alles klar! Yoga für Schwangere? Da bin ich dabei! Yoga für Mutter und Kind? Warum nicht! Doch wenn ich ehrlich bin, war ich darin nicht wirklich gut, weil ich mich mit keiner dieser Gruppen identifizieren und auch nur grob geschätzt in sie hineinfühlen konnte. Was mir wirklich liegt, sind ganz normale erwachsene Menschen wie du und ich, die sich auf der Matte räkeln, spüren und gesunden wollen. Die auch Interesse an Dingen wie Philosophie und feinstofflicher Praxis zeigen. Die alle ihre eigenen Themen haben, mit denen sie sichtlich arbeiten, kämpfen, Frieden schließen. Die in Yoga Aufrichtung suchen – körperlich wie psychisch.

Warum verdienen Allrounder so wenig?

Nehmen wir das Beispiel Fitnesstrainer. Sie unterrichten meistens alles, was nicht niet- und nagelfest ist, um bloß keinen Job zu verpassen – von Cross Fit über Aerobic bis Yoga, nebenbei noch Fitnessfläche und hinter der Theke stehen. Da ich seit langem auch in Fitnessstudios Yoga unterrichte, habe ich beobachten können, dass diese eierlegenden Wollmilchsäue am schlechtesten bezahlt werden. Die, welche sich ganz klar auf ein Thema fokussieren, haben vollere Kurse, werden auf Dauer als Experte in ihrem Bereich betrachtet und können höhere Preise verlangen. Das gleiche gilt für Yogalehrer.

Verfalle niemals dem Drang, gleichzeitig noch Rücken-Fit und Pilates anzubieten! Und am besten ist es sogar, wenn du dir im Bereich Yoga noch eine Nische suchst. Unterrichtest du lieber Kinder, Schwangere oder Rentner? Lieber Anfänger oder Fortgeschrittene? Lieber Hatha, Yin, Anusara oder Jivamukti Yoga? Definiere deine Nische so genau wie möglich und habe keine Angst jemanden auszuschließen.

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3. Konzentriere dich auf lukrative Kunden

Es ist einfach wie es ist – es gibt Kunden die mehr bezahlen als andere. Unternehmen bezahlen viel mehr als Privatpersonen, Yogaschulen oder Fitnessstudios. Das liegt daran, dass Business Yoga für das Unternehmen kein Hobby sondern eine Investition ist und dass sich viele Unternehmen die Gesundheitsförderung bezuschussen lassen.

Das lustige daran: Es ist nicht schwieriger in einem Unternehmen Business Yoga zu unterrichten als in einer Yogaschule den Morning Yoga Flow. Es ist nur ein bisschen schwieriger den Job zu bekommen. Unternehmen kommen nicht auf dich zu und fragen danach, ob sie Geld für dich und ihre Mitarbeiter ausgeben dürfen. Sie wollen gefunden und überzeugt werden. Du musst in den sauren Apfel beißen und Akquise betreiben.

Dafür winken Stundenlöhne von weit über 100 €. Lass dich von einem Unternehmen auf gar keinen Fall mit weniger abspeisen. Und denk daran, gerade für Businesskunden gilt, was ich in Punkt 1 schon beschrieben habe: Du wirst wahrgenommen, wie du dich verkaufst.

Lesetipp: Marketing für Yogalehrer – wie dich deine zukünftigen Schüler finden (die perfekt zu dir passen) >>

4. Konzentriere dich auf lukrative Arbeitsmodelle

Am wenigsten verdienst du meistens, wenn du dich als Freelancer von Yogaschulen, Fitnessstudios oder Vereinen für wöchentliche Yogastunden „einstellen“ lässt, außer du bist wirklich ein guter Verhandler. Dazu kommen für jede einzelne 90-Minuten-Yogaeinheit unbezahlte Anfahrtszeiten. Wenig lukrativ – dennoch ist die Versuchung groß dabei zu bleiben, ganz einfach weil diese Jobs leicht zu kriegen sind. Aber wenn du mehr verdienen möchtest, stelle dich der Herausforderung und konzentriere dich auf andere Dinge. Wird doch sonst auch langweilig mit der Zeit.

Mehr verdienen kannst du zum Beispiel, wenn du selbst Räumlichkeiten anmietest und Yogastunden organisierst. So ist niemand mehr dazwischen, der auch sein Stück vom Kuchen abhaben möchte. Das ist stundenweise möglich oder gleich als festes Yogastudio.

Außerdem kannst du mit Workshops, Retreats und Reisen mehr verdienen. Menschen die bereit sind, sich länger als 90 Minuten auf ein Thema zu konzentrieren und tiefer in die Materie einzutauchen, weil es ihnen so richtig Spaß macht, sind auch bereit mehr dafür auszugeben. Außerdem hängst du hier viele Stunden Arbeit an einem Ort aneinander, was die Anfahrtszeiten im Vergleich zu dem wöchentlichen 90-Minuten-Yogastunden-Hopping deutlich reduziert.

5. Lass andere für dich arbeiten

Lass mich raten, dein erster Gedanke ist wahrscheinlich: „Das kann ich mir nicht leisten.“ Aber ich sag dir was: Du kannst es dir nicht leisten, es nicht zu tun!

Wenn du Vollzeit Yoga unterrichtest, bist du sehr wahrscheinlich nicht angestellt, sondern selbstständig unterwegs – und damit bist du Unternehmer. Beginn auch wie einer zu denken. Es gibt zwei Sorten von Arbeit, die du erledigen musst:

  1. Solche, für die du einen verhältnismäßig hohen Stundenlohn bekommst, wahrscheinlich deine Yogastunden & Workshops.
  2. Solche, für die du einen geringen bis gar keinen Stundenlohn bekommst, wie zum Beispiel deine Buchhaltung, Schriftverkehr, Marketing etc.

Die Arbeiten aus Punkt zwei, für die du nichts bekommst, können in der Selbstständigkeit schnell überhand nehmen, sodass du weniger Zeit für die gut bezahlten Arbeiten aus Punkt 1 findest. Ziemlich doof! Sobald du dich selbst gut über Wasser halten kannst, beginne also die Arbeiten aus Punkt 2 andere erledigen zu lassen (für einen gerechten aber geringeren Stundenlohn als deinen) um in dieser Zeit mehr von der Arbeit aus Punkt 1 erledigt zu bekommen.

Es ist ein ganz simples Rechenbeispiel. Gehen wir davon aus, dass du selbst an einem üblichen Arbeitstag 6 Stunden arbeiten möchtest und der Bürokram 3 Stunden benötigt:

1. Fall: Du erledigst alles alleine und verdienst…

  • 3 Stunden Yoga à 60 € // + 180 €
  • 3 Stunden Büro à 0 € // + 0 €
  • Dein Tagesverdienst // = 180 €

2. Fall: Du verteilst deine Arbeit und verdienst…

  • 6 Stunden Yoga à 60 € // + 360 €
  • 3 Stunden Lohn für Bürokraft à 20 € // – 60 €
  • Dein Tagesverdienst // = 300 €

Ich sag ja, du kannst es dir echt nicht leisten, dir nicht helfen zu lassen.

6. Lass dich finden

Ob Unternehmen oder Privatkunden, besser als Akquise betreiben und an Türen klopfen ist es, dich finden zu lassen. Kunden, die du erst von deiner Dienstleistung überzeugen musst, sind nicht bereit so viel zu zahlen wie Kunden, die sich deine Dienstleistung und dich persönlich ausgesucht haben. Die einen wollen dich, die anderen wissen es noch nicht, ein ganz anderer Ausgangspunkt in der Preisverhandlung.

Das „Finden lassen“ geht natürlich nicht über Nacht. Aber wenn du beginnst, dich an jeder Ecke zu zeigen, an der sich deine potentiellen Kunden aufhalten und gleichzeitig als Experte wahrgenommen wirst, werden sie sich mit Sicherheit nach und nach bei dir melden. Das ist der langfristig erfolgreiche Weg.

Tipps wie du sichtbarer wirst und dein Yogalehrer Verdienst steigt:

  • Eine gute Webseite und eine noch bessere SEO-Arbeit (für das Google-Ranking) sind heutzutage unverzichtbar. Sie sind deine Visitenkarte und deine Expertise.
  • Die guten alten echten Visitenkarten sind trotzdem noch wichtig, für den Live-Kontakt.
  • Dazu sei als Unternehmen präsent auf deinen liebsten Social-Media-Kanälen: Zum Beispiel Facebook, Twitter oder Instagram.
  • Schreibe Fachartikel für Zeitschriften und Blogs, die deine potentiellen Kunden lesen könnten.
  • Richte einen E-Mail-Newsletter ein und sammle fleißig E-Mailadressen zu jeder Gelegenheit.
  • Gehe auf Veranstaltungen, auf denen deine potentiellen Kunden oder Partner anwesend sein könnten (und nimm Visitenkarten mit). Oder am besten veranstalte sie selber.
  • Investiere in Werbung – zum Beispiel auf Facebook oder Google oder in Form von Flyern, Plakaten etc.
  • Sei stolz auf dich und rede viel und gut von deinem Unternehmen – besonders mit neuen Menschen. Je mehr Menschen von deinem Traum wissen, um so näher kommst du ihm.

Lesetipp: Selbstständig im Netz: Wie mir dieser Blog als Yogalehrerin den Boost gegeben hat >>

Mal abgesehen von dem höheren Verdienst, ist es doch auch einfach viel angenehmer dich finden zu lassen, oder? Mit der Zeit stellt sich ein Gefühl von „im Fluss sein“ ein und das fühlt sich so wunderbar an!

 

Ich hoffe sehr ich konnte dich dazu anregen, dich nicht unter Wert zu verkaufen. Du hast es verdient gerecht bezahlt zu werden, auch wenn du deine Arbeit gerne machst. Mit der gewonnenen Kraft und Lebenszeit kannst du nicht nur dein eigenes Leben aktiver und glücklicher gestalten, sondern auch deinen Schülern, deiner Familie und deinen Freunden mehr Aufmerksamkeit und Liebe schenken, sodass der Kreislauf von Geben und Nehmen wieder geschlossen wird.

Betty

Wie du als Yogalehrer mehr Geld verdienst ohne härter zu arbeiten
Kategorie: Yogalehrer 1x1

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Hi, ich bin Betty, Yogalehrerin, Bloggerin, Reiseleiterin und die Gründerin von Oh My Yogi. Im Jahr 2000 entdeckte ich Yoga für mich und stand meine halbe Jugend lang auf dem Kopf, bevor ich elf Jahre später begann von meiner Leidenschaft zu leben und mich in die Freiheit der Selbstständigkeit zu verlieben. Hier zeige ich dir, wie du Yoga mit Herz lebst und authentisch unterrichtest. Frei und spirituell, geerdet und echt - ganz so, wie es dich glücklich macht.

23 Kommentare

  1. Hey liebe Bettina,

    Wow!!! Mal wieder ein klasse Artikel! Gerade betreibe ich viel Akquise und habe schon gelernt, dass es nicht einfach ist Unternehmen vom Buchen eines Yogalehrers zu überzeugen. Hast du schon in einem Unternehmen Yogaunterricht gegeben? Wie ist in deinem Fall der Kontakt zustande gekommen? Was war das ausschlaggebende Argument oder wer die treibende Kraft im Unternehmen selbst eine Yogalehrerin zu engagieren?

    Liebe Grüße
    Ann-Kristin

    • Hallo Ann-Kristin,

      danke! Ich habe bereits Business Yoga unterrichtet. Dabei sind die Unternehmen auf mich zugekommen, wie in Punkt 6 beschrieben – Vitamin B plus Internetauftritt. Wer sich aktiv bei Unternehmen bewerben möchte, muss dies professionell machen (vielleicht sogar mit fertigen Unterlagen und einer Präsentation?) und trotzdem mit vielen vielen Absagen rechnen, bevor eine Zusage kommt. Kaltakquise halt… Dafür gibt es dann aber auch hohe Stundenlöhne. In großen Unternehmen gibt es übrigens meistens einen Sachbearbeiter Gesundheitsförderung, das ist der beste und offenste Ansprechpartner.

      Lieben Gruß
      Bettina

  2. Super Artikel, Bettina!
    In mir rattert es auch ständig und ich möchte bald möglichst auf eigenen Füßen stehen. Aber der nötige Mut lässt noch auf sich warten. Deine Artikel bauen mich sehr auf – Danke :-)
    Liebe Grüße vom schönen Bodensee

  3. Corinna sagt

    Hi liebe Bettina,
    vielen Dank für diesen motivierenden und wertvollen Artikel.
    Ich bin selbst Yogalehrerin und habe schon mit vielen Kollegen gesprochen und es ist tatsächlich so, das manche sogar ein Verlustgeschäft mit dem Yogaunterricht machen. Zumindest aufs Geld bezogen.

    Das finde ich echt schade, denn wir Yogalehrer sollten uns auch so viel nehmen wie wir geben, auch wenn’s schwer fällt.

    Liebe Grüße
    Corinna

  4. Hallo Bettina,

    tja, erwischt. Einige der oben angesprochen Punkte habe ich am Anfang meiner „Karriere“ als Shiatsu-Praktiker und Yoga-Lehrer auch gemacht… hätte es diesen Artikel doch nur schon vor einigen Jahren gegeben. Nun ja, wahrscheinlich hätte ich nicht daran geglaubt und ein paar Fehler sicher trotzdem noch selbst machen müssen.

    Auf jeden Fall kann ich deine Ansätze und Ideen nur unterstreichen und wünsche jedem Jungyogalehrer viel Glück und die notwendige Stärke den eigenen Wert nicht nur zu sehen, sondern auch gegenüber anderen zu verlangen!

    Toi Toi Toi!
    Michael

    • Hey Michael,

      vor einigen Jahren hätte ich ihn noch nicht schreiben können, weil ich ja selbst erst mal die Fehler machen musste um darauf zu lernen, da hätte ich mir solche klaren Worte auch mal gewünscht. Aber du hast sicherlich Recht, durch manches muss man selbst durch…

      Lieben Gruß
      Bettina

  5. Prinzipiell stimme ich dem zu! :-) Nicht „unter-Wert-verkaufen“ müsste aber (auch) nicht sein, wenn nicht „einzig-und-allein“ Yoga den „Lebensunterhalt“ sichern soll. Das funktioniert bei den wenigsten. Das Geld wird heute mit Yoga-Ausbildungen verdient. Viele Yogastudios würden „dicht machen“ müssen, weil Yoga-Kurse alleine nicht (mehr) reichen. Und 50 oder 60 Euro pro Yogastunde…? Ich glaube da geht es z. B. Heilpraktikern genauso… das regelmäßig zu verdienen ist zwar machbar, entspricht aber leider nicht immer der Realität. Es hängt einfach von vielen Umständen ab! Und was ist schon viel oder wenig Verdienst mit Yoga? Vielleicht irgendwo zwischen 50 und 60 Euro für eine Yogastunde… ? :-) Sozusagen der „goldene Mittelweg“ …
    Danke für den schönen Artikel, liebe Bettina! :-)
    Herzliche Grüße
    Melanie Reimering

  6. Danke für en Artikel. Die angesprochende Wertschätzung gegenüber der eigenen Arbeit – ist oft ein Spigel der Wertschätzung unseres inneren Selbst. Ein Thema an dem ich und wahrscheinlich viele in gesundheitsbereich arbeitenden Menschen zu knabbern haben. Danke auch für die Ideen und die Motivation die du bei mir hinterlassen hast.

    Herzliche Grüße Helen

  7. Bettina sagt

    Habe gerade deinen tollen Artikel gelesen, Bettina. Vielen Dank dafür!
    Ich bin zwar schon 10 Jahre selbständig auf einem anderen Gebiet, kenne mich schon ganz gut aus mit Marketing, Steuern, Kunden, Buchhaltung etc.
    Trotzdem ist Yoga unterrichten wieder etwas Neues. Ich bin ziemlich frische Yogalehrerin und unterrichte bislang noch in Vereinen im Bereich Seniorenyoga. Macht mir sehr viel Spaß, meine NISCHE habe ich gefunden :-) Wenn ich mehr Geld verdienen möchte, muss jetzt aber ein Sprung erfolgen wirklich hin zu mehr zahlenden Yogis und eigenen Räumlichkeiten. 60 – 80 Euro pro 90 Min. halte ich für realistisch. Allerdings muss der Raum groß genug sein, so dass man 10 Schüler unterrichten kann.
    Ein neuer Berg türmt sich aber wieder auf, der da heißt „Rentenversicherungs-beiträge“. Verdient man als Yogalehrer mehr als 450 €, darf man gestaffelt richtig viel zahlen.
    Mich würde interessieren: was hast du, Bettina, damit für Erfahrungen gemacht und auch die anderen? Kann man diese Kasse umgehen? Bin schon älter, für mich lohnt das Einzahlen nicht mehr.

    Herzlicher Gruß
    Om namah Shivaya
    Bettina

    • Liebe Bettina,

      die Rentenversicherung kann man als Yogalehrer legal kaum umgehen… Es gibt ein paar Tricks, die aber für die Meisten nicht umsetzbar sind: Zum Beispiel musst du nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, wenn du Angestellte hast. Mehr kann ich dir da leider auch nicht zu sagen, sorry!

      Lieben Gruß
      Betty

    • Liebe Bettina, was meinst du mit 60-80 Euro pro 90 Min? (ich stehe da irgendwie auf der Leitung)
      Aufgeteilt auf 10 Schüler wären das nur 6-8 Euro, etwas wenig, finde ich. Zumindest wir in Österreich zahlen ca. 15-18 Euro, in den USA zahlt man durchschnittlich 12-15 Euro pro 90 Minuten Yogeeinheit in einem guten Studio.
      Es gibt da, aus den USA kommend, immer mehr Monatspauschalen (30 Dollar Yoga unlimitiert), die ruinieren aber die Branche, wie ich mich selbst überzeugen konnte und in meinem Blog berichte.

      • Hallo,

        der gesamte Artikel ist eher für all die Freelance-Yogis da draußen geschrieben die eben keine eigenen Räumlichkeiten haben. Da du so keine Miete zahlst und der Yogastudiobesitzer, das Fitnessstudio oder wer auch immer seinen Teil haben möchte, liegen die Preise die man als Yogalehrer in Rechnung stellt verständlicherweise tiefer. Der Schüler zahlt pro Yogastunde in Deutschland durchschnittlich 10 – 15 Euro, davon kommt beim Yogalehrer aber viel weniger an. Wenn ich mich so umhöre ist alles zwischen 25 und 40 Euro pro Yogastunde normal, wer mehr möchte muss sich durchsetzen. Da ich das MEHR überaus angebracht finde, habe ich diesen Artikel geschrieben.

        Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

        Lieben Gruß
        Betty

  8. Bettina Heinrich sagt

    Liebe GuYoga,

    ich meinte, dass es durchaus realistisch ist, 60 – 80 Euro zu erzielen, weil weiter oben in den Kommentaren daran gezweifelt wurde. Möglicherweise hast du ja gar nicht 10 Schüler, sondern weniger (was dann einen anderen Stundensatz ergibt) und vielleicht musst du auch keine Raummiete zahlen, weil du den Unterricht bei dir zu Hause im eigenen Studio anbietest (ergibt wieder einen anderen Satz).

    Auch regional sind die Preise sehr unterschiedlich. Hier im Norden sind sie eher niedriger, in Süddeutschland höher. Ich mag mich deshalb schon gar nicht mit den Gegebenheiten in anderen Ländern vergleichen. Außerdem ist es auch eine Frage der Qualität des Unterrichts, der Hochwertigkeit eines Studios etc. Miete, Ausstattung, Luxus: alles muss sich im Preis wiederfinden.

    Was eine Yoga-Flat betrifft: habe ich für mich auch gerade gebucht für 70 € pro Monat. Das ist meine ganz persönliche Grenze, dafür habe ich aber super Lehrer, ganz tolle, flexible Übungszeiten und die Gewissheit, dass ich mich nicht nur körperlich weiterentwickle.

    Grüße von
    Bettina

    • Hey Namensvetterin :-)

      Realistisch ja. Die Wahrheit sieht bei vielen Yogalehrern trotzdem anders aus. Das liegt unter anderem daran, dass Yoga geben und Geld nehmen für viele noch ein ungutes Gefühl bereitet – da gibt man sich lieber Bescheiden… und verkauft sich unter Wert. Und ich finde du hast vollkommen recht. Verallgemeinern kann man das mit dem Preis sowieso nicht, da die Gegebenheiten bei jeder Yogastunde andere sind. Darum habe ich mich in diesem Artikel mit konkreten Preisangaben auch zurückgehalten.

      Lieben Gruß
      Bettina

  9. Hallo Betty,

    danke für Deinen Bericht.
    Es gibt hier einige Aussagen von Dir, die nicht realistisch und gut recherchiert von Dir sind.
    Die Yogastudios schneiden in Deinem Bericht sehr schlecht ab und werden von Dir mit Vereinen und Fitnesscenter in einem Wort genannt. Es scheint mir, dass Du nicht mit einem Studiobesitzer gesprochen hast?.
    Grundsätzlich bin ich auch dafür Menschen zu helfen ihren individuellen Weg zufinden und sich dabei nicht unterwert zuverkaufen.

    In meinem Studio habe ich Festangestellte und Honorarkräfte und alle sind zufrieden damit. Sie fühlen sich nicht unterwert verkauft, sondern sind glücklich und zufrieden. Ich habe auch ein faires Bezahlungssystem geschaffen.
    Es gibt viele andere Modelle als das Modell was Du vorgestellt hast was gelinde gesagt sehr unrealistisch ist, weil Du Kosten wie Raummiete, Anschaffungsmaterialien, Steuerberater, schwanken von Einnahmen und Kosten, finanzielle Ängste, Druck, Burnout und vieles mehr vergessen hast.
    Gerne lege ich es Dir in einem Interview da welche verschiedenen Modelle es gibt. So kannst Du auch vor realistisch vor den Fallen und Überschätzungen und auch Enttäuschungen warnen.

    Liebe Grüße Anke

    • Hallo Anke,

      ich habe in diesem Artikel die Erfahrungen meiner letzten 6 Jahre Selbstständigkeit niedergeschrieben. Sie sind insofern realistisch, als dass ich sie genau so als Freelancer erlebt habe – und viele andere Yogalehrer mit denen ich gesprochen habe ebenfalls.

      Dabei sprach ich außerdem genauso viel mit Fitnessstudio- wie mit Yogastudio-Besitzern. Im Endeffekt sind sie beide das Gleiche: Ein Unternehmen, welches seinen Kunden eine gute Dienstleistung liefern, seine Angestellten und Freelancer fair bezahlen und natürlich einen Gewinn für sich erwirtschaften möchte. Die einen bieten Sport an, die anderen Yoga – warum degradiert es ein Yogastudio, wenn man es in einen Topf mit Fitnessstudios wirft? Niemand schneidet hier schlecht ab (ich werde selbst bald eine Schule eröffnen) es ging bloß darum, wie man als Freelancer auf dem Markt mehr Geld verdient.

      Danke für dein Angebot, aber ein Interview mit dir benötige ich nicht. Wenn du deine Modelle darlegen möchtest mach das sehr gerne hier in den Kommentaren (wie jeder andere auch).

      Lieben Gruß & schönen Sonntag
      Betty

    • Astrid sagt

      Liebe Anke, danke für deinen Beitrag zum Artikel hier. Würdest du deine Modelle hier darlegen? Das würde mich interessieren :-)

      Ganz liebe Grüße
      Astrid

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