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Warum mehr Männer Yoga machen sollten

Jahrhunderte lang waren in Indien Männer die einzigen zugelassenen Schüler zum Yogaunterricht. Die Wende ist gar nicht mal so lange her. Die erste Frau die in Yoga unterrichtet wurde war Indra Devi 1938! Interessant ist, dass die Yogastunden heute völlig von Frauen dominiert sind.

Jahrhunderte lang waren in Indien Männer die einzigen zugelassenen Schüler zum Yogaunterricht. Die Wende ist gar nicht mal so lange her. Die erste Frau die in Yoga unterrichtet wurde war Indra Devi 1938! Interessant ist, dass die Yogastunden heute völlig von Frauen dominiert sind.

Wahrscheinlich wurde das Dilemma von der Yoga-Industrie selbst erschaffen. Sind die Werbung und die Räumlichkeiten doch meist in Weiß, Lila und Pastelltönen gehalten. Es wird von Sanftheit und Entspannung gesprochen und die ebenfalls yogischen Aspekte, wie Kraft und Hitze, werden gar nicht erwähnt.

Welchem Mann soll man es da verübeln. Trotzdem finde ich es ziemlich schade und widme diesen Artikel all den Männern da draußen, die noch nicht über ihren Schatten springen konnten (oder über den Schatten der rosa Türschwelle).

Warum also sollten mehr Männer Yoga machen? Mal abgesehen von dem Fakt, dass es in den meisten Yogaschulen nur eine Umkleide für beide Geschlechter gibt. Hat sich das bei euch noch nicht herumgesprochen? Habt ihr das wirklich übersehen? (Achtung an all meine weiblichen Yogis: Wenn ich eine Schule eröffne kriegt ihr eure eigene Umkleide, also bitte nicht zu ernst nehmen.)

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Yoga verändert deinen Körper.

Zumindest die anstrengenderen Stile formen deinen Körper auf natürliche Weise. Er wird stärker, definierter, flexibler, gesünder! Es geht bei den Übungen nicht nur um Flexibilität und Körperverrenkungen, sondern zu aller erst um Stärke, Kraft und damit Erdung. Das sollte die Männer unter euch interessieren, das sollten sich aber auch viele Frauen hinter die Ohren schreiben…

Yoga Männer sind sexy.

Denn Männer, die Yoga machen, strahlen gleichzeitig Stärke und Ruhe aus. Außerdem ist die Quote der Frauen, die Yoga praktizieren, ziemlich hoch. Und all diese Frauen fänden es toll, einen Mann an ihrer Seite zu haben, mit dem sie sich austauschen können, der sie versteht!

Warum mehr Männer Yoga machen sollten | Jahrhunderte lang waren in Indien Männer die einzigen zugelassenen Schüler zum Yogaunterricht. Die Wende ist gar nicht mal so lange her. Die erste Frau die in Yoga unterrichtet wurde war Indra Devi 1938! Interessant ist, dass die Yogastunden heute völlig von Frauen dominiert sind.

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Yoga bringt dich auf Hochtouren.

Wie eine Studie im Auftrag des „Journal of Sexual Medicine“ besagt, sorgt Yoga für mehr Lust, Ausdauer und Standhaftigkeit im Bett. Na, wenn das mal nichts ist.

Yoga lässt dich Abschalten.

Gerade Männer wollen hoch hinaus auf der Karriereleiter. Der gesamte Alltag ist durchzogen vom Wettbewerbs-Denken. Das hört auch in der Freizeit auf dem Fußballfeld nicht auf. In der Yogaschule darfst du für 90 Minuten loslassen vom Wettbewerb und einfach nur du selbst sein. Danach kann es ja weiter gehen. Aber vielleicht merkst du, dass du darauf dann gar nicht mehr so viel Lust hast?

Yoga unterstützt deinen Sport.

Du sollst deinen Lieblingssport nicht gegen Yoga austauschen. Ganz im Gegenteil! Yoga kann dich sehr unterstützen in deinem Sport besser zu werden. Kraft, Beweglichkeit, Lungenkapazität, Konzentration. Nicht umsonst trainiert die deutsche National-Elf Yoga. Auch aus vielen Surf-Camps, Kletter-Touren und Tanz-Workshops ist er nicht mehr wegzudenken. Das wird alles seinen Grund haben.

Yoga ist der Ausgleich / die Verbindung der Gegensatzpaare.

Also auch von männlich und weiblich. So ein Yogaunterricht ohne euch Männer ist wie die Shakti ohne ihren Shiva, wie Yin ohne Yang, wie Ha ohne tha!

Natürlich gibt es noch viele andere Vorteile für deinen Körper, deinen Geist und deine Seele. Diese kennst du wahrscheinlich schon. Und wenn nicht, dann kannst du sie auf jeder beliebigen Yoga-Internetseite nachlesen. Hier wollte ich mich eher auf die Bereiche konzentrieren, die Männer interessieren könnte.

 

Liebe Männer, was für Erfahrungen habt ihr gemacht im Yogaunterricht? Oder warum probiert ihr es nicht aus?

Betty

Bildquelle: Flickr, Nicholas A. Tonelli

Warum mehr Männer Yoga machen sollten | Jahrhunderte lang waren in Indien Männer die einzigen zugelassenen Schüler zum Yogaunterricht. Die Wende ist gar nicht mal so lange her. Die erste Frau die in Yoga unterrichtet wurde war Indra Devi 1938! Interessant ist, dass die Yogastunden heute völlig von Frauen dominiert sind.
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Hi, ich bin Betty, Yogalehrerin, Bloggerin, Reiseleiterin und die Gründerin von Oh My Yogi. Im Jahr 2000 entdeckte ich Yoga für mich und stand meine halbe Jugend lang auf dem Kopf, bevor ich elf Jahre später begann von meiner Leidenschaft zu leben und mich in die Freiheit der Selbstständigkeit zu verlieben. Hier zeige ich dir, wie du Yoga mit Herz lebst und authentisch unterrichtest. Frei und spirituell, geerdet und echt - ganz so, wie es dich glücklich macht.

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  1. Liebe Betty,

    heute Morgen las ich auf Deiner Seite den Artikel „warum mehr Männer Yoga machen sollten“. Deinen Artikel habe ich bis zum Ende gelesen und erfülle Dir gerne den Wunsch nach einem Bericht über Yogaunterricht aus der Sicht eines Mannes.

    Mein ganzes Leben lang habe ich Sport getrieben bzw. viel bewegt. Als Kind viel Leichtathletik, Schwimmen und etwas Fußball. Später dann sehr lange Kampfsport, Joggen, Wandern, und jetzt als Ausdauersport Rennradfahren im flachen Land und manchmal auch alpin. Nebenbei immer wieder Krafttraining im Fitnesstudio.

    Etwas, dass ich aus Kampfsportzeiten bei allen anderen Sportarten und auch im Alltag immer vermisst habe, ist die Dehnung. Mit Mitte 20 konnte ich problemlos einen Spagat hinlegen – da brauchte ich mit Anfang 40 nicht mal dran zu denken. Die mangelnde Dehnung bzw. die eingeschränkte Bewegungsfreiheit habe ich immer mehr wahrgenommen und so kam ich irgendwann darauf, dass mir vielleicht Yoga hier etwas bieten könnte, um wieder beweglicher zu werden. Irgendwann hatte ich den Flyer einer Yogaschule im Briefkasten – ein halbes Jahr später ging ich zur ersten Yogastunde.
    Zu dieser Zeit fuhr ich im Sommer sehr viel mit dem Rennrad und ging 3 mal wöchentlich ins Fitnesstudio. Das Yoga mich hinsichtlich Ausdauer und Kraft in irgendeiner Weise fordern würde, konnte ich mir also nicht vorstellen. Die erste Hatha-Yogastunde zeigte mir, dass ich mit meiner Einschätzung falsch gelegen habe. Die Yogamatte war nass vom Schweiß und bei den Übungen zitterten Arme und Beine. Oft habe ich gedacht: „bitte, bitte, lass uns jetzt aus Position raus, ich kann nicht mehr!“
    Hinterher sagte der Yogalehrer: „Achte morgen mal darauf wie sich Dein Körper anfühlt.“ – Er fühlte sich gut an! Freier und stärker!

    Die Reaktionen im Bekanntenkreis auf meinen neuen Sport waren unterschiedlich. Frauen wie Männer reagierten interessiert, positiv überrascht oder mit einem ungläubigen oder mitleidigem Grinsen, selten aber auch mit Unverständnis.
    „Ach Entspannung….“, „Ommmmm“, „Yoga ist was für Frauen – als Mann spielt man Fußball!“, so einige negative Reaktionen. Dem konnte ich immer mit unter Männern gut wirkenden Argumenten begegnen, die die betreffenden Nachdenken ließen. Oft wurde ich später unter 4 Augen dann weiter zum Yogatraining ausgefragt … !

    Mittlerweile mache ich seit 4 Jahren Yoga. Einmal wöchentlich in der Yogaschule, morgens 10-15 Minuten nach dem Aufstehen und gelegentlich auf Workshops oder im Yogaurlaub.

    Yoga gibt mir körperliche Freiheit, unterstützt mich bei anderen Sportarten und ist prima um im Winter nicht in eine müde Trägheit zu verfallen, wenn die Aktivitäten draußen weniger werden. Noch einen positiven Effekt darf ich nicht verschweigen. Meine Kopfschmerzen, die vielen regelmäßigen Nackenverspannungen und Rückenschmerzen sind verschwunden. Das schreibe ich dem Yoga zu!
    Yoga hält Dich fit, lässt Dich gut aussehen, Du fühlst Dich einfach besser als ohne – und das kann man schon von weitem sehen!
    In einer Männerrunde kann man als Mann zwar nicht mit Bestleistungen beim Yoga prahlen – aber um die vielen tollen Frauen, die man beim Yoga kennenlernt, wird Mann beneidet ;-)

    In diesem Sinne – Namaste

    • Hallo Jann,

      ganz lieben Dank für deine so umfangreiche Antwort und dass du sie hier nochmal gepostet hast. Hoffen wir, dass sie ein paar Männer zu lesen bekommen, die davon motiviert werden. Es ist bestimmt doch etwas anderes sowas noch mal von einem Mann zu hören.

      Liebe Grüße
      Betty

    • Liebe Bettina –
      „Jahrhunderte lang waren in Indien Männer die einzigen zugelassenen Schüler zum Yogaunterricht.“
      Diese Behauptung ist so nicht richtig. Ich weiß nicht, was die Autorin unter „Yoga-Unterricht“ genau verstanden haben möchte, aber spätestens seit dem Mittelalter gab es innerhalb der Traditionen des tantrischen Yoga – zum Beispiel der Nathyogis – nicht nur Yoginis sondern auch allgemein anerkannte Meisterinnen. Als Beispiel möchte ich die „kleine“ Schwester des Nath-Gurus und Kundalini-Meisters Jnaneshvar /Dnyaneshwar nennen. Ihr Name war Muktabai (http://en.wikipedia.org/wiki/Muktabai). Und sie brachte als Guru nachweislich zwei heute noch existierende Traditionslinien hervor. Sie wird häufig als „Heilige“ (Sant) bezeichnet. Allerdings wurde sie in die Nath-Tradition initiiert und muss somit (acu) als Yogini erachtet werden.
      Ebenso sollten an dieser Stelle die vielen weiblichen Bhakti-Heiligen erwähnt werden. Auch Bhakti-Yoga ist eine Form des Yoga – wenngleich auch die Körper-Übungen des Hatha-Yoga kaum eine Rolle spielen. Doch die Frauen innerhalb der tantrischen Traditionen sind nun wirklich kaum zu übersehen. In der Tradition des Shivaismus von Kashmir gab es etliche hoch geachtete weibliche Yoga-Autoritäten. Denken wir in diesem Zusammenhang auch an die große Yogini und Mystikerin Lalla-Ded aus Kashmir.
      Also bitte den Yoga nicht auf das reduzieren, was wir heutzutage in den sogenannten „Yoga-Studios“ erleben. Das hat häufig mehr mit „Gymnastik“ als mit Yoga zu tun. Aber jeder möge finden, was er oder sie sucht.
      Frauen waren seit Urzeiten präsenter in diesen Bereichen, als es sich Männer heute vorstellen können. Ich bin im übrigen Schüler eines weiblichen Gurus, die als Nachfolgerin unseres vorherigen Meisters einer alten Tradition vorsteht.

      — Herzliche Grüße, Achim

      • Hallo Achim,

        danke für deinen informativen Beitrag zum Artikel. Das empfinde ich als Frau als sehr positive Nachricht! Nur komisch, dass das so bei mir nie angekommen ist. Nicht durch meine Yogaschule, welche auch dem tantrischen Shivaismus folgt, und auch nicht durch andere Medien. Ich werde mich weiter informieren und meinen Lehrer befragen. Und dann vielleicht noch einen Nachtrag zum Artikel schreiben.

        Was mir allerdings nicht gefällt ist, dass ich mich von dir in eine Schublade gesteckt fühle, obwohl du mich und mein Yoga gar nicht kennst. Vielleicht kommt es auch nur falsch rüber. Aber so weißt du fürs nächste Mal Bescheid, dass mehr Offenheit der gesamten Yogawelt gegenüber bei mir auf ein größeres Gehör trifft. Wie du schon schriebst: Jedem das seine!

        Sonnige Grüße und nochmal danke für den Input
        Bettina

        • hallo,
          ich unterrichte yoga und es ist mir egal aus welchem Grund ein Mensch zu mir kommt, und es spielt auch keine Rolle für mich wie viele Aspekte des Yoga er für sich nutzt. Von mir aus kann die ganze Yogawelt nur den Körper im Fokus haben und alles darauf reduzieren, Männer können nur aus dem Grund, bessere Liebhaber zu werden, zum Yoga kommen. Wichtig ist, dass so viele Menschen wie möglich überhaupt mit Yoga in Berührung kommen!Und wer Yoga unterrichtet und wachsam dabei ist, der wird mir bestimmt zustimmen, dass es jeden auf irgendeine Weise positiv verändert oder das Positive in jedem verstärkt! Und dass ein oder andere Menschlein wird zu einem ernsthaften „allround-Yogi“ mit all seinen Aspekten! Dafür lohnt es sich Yoga zu machen, egal in welcher Form und aus welchem Beweggrund! Die Energie fließt trotzdem! Liebe Grüße Jo

    • Hallo,

      es mich mich traurig und manchmal auch ein wenig wütend, wenn die Yoga-Lehre nur auf Ananas, also den körperlichen Aspekt, reduziert wird.
      Es ist so, als wenn ich mich in dem Haus in dem ich wohne, nur um die „Schönheit“ der Fassade kümmere und die potenzielle Schönheit der darin befindlichen Räume vernachlässige.
      Im Yoga geht es nicht um Können oder Leistung. Es hat etwas sinnliches, viel tieferes, es ist ein (Lebens-)Weg! Herzliche Grüße, Alex

    • Hallo liebe Betty,

      das kann ich als Mann und Yogatrainer persönlich nur bestätigen und allen Männern empfehlen, die sich bisher noch nicht getraut haben, es auszuprobieren.

      Yoga und Meditation sind eine sehr wertvolle Bereicherung in meinem Leben geworden, ich bin viel bewusster und achtsamer, habe mehr Klarheit in meinem Geist, bin gesund und vital und mit mir und meinen Gefühlen verbunden und im Einklang.

      Bei Facebook habe ich zu diesem Thema auch eine Gruppe eingerichtet – https://www.facebook.com/groups/realmendoyoga/

      Ich unterrichte Samstags um 11 Uhr sogar einen reinen Männeryogakurs im Glow Yoga in Köln-Junkersdorf – http://yoga-koeln-junkersdorf.de/kurse, bitte vorher anmelden. Hier sind wir ganz unter uns ohne die Ablenkung der schönen und biegsamen Yogaladies ;-).

      Also Männer legt eure Vorurteile ab und wagt es Yoga zu üben, Yoga zu erfahren, Yoga zu sein, ich freue mich auf euch, gerne auch im personal Training.

      Namasté René

    • Hallo Jann, das war super interessant, ein Kommentar aus Sicht eines Mannes. Ich habe schon auch einige Männer im Bekanntenkreis, die Yoga machen, aber ich kann mir vorstellen, dass man da gewöhnlicherweise seltsam angeschaut wird. Eigentlich schade, weil das anscheinend sehr viel damit zu tun hat, wie es in den Medien usw. dargestellt wird. Man könnte ja Yoga auch so vermarkten, dass es etwas cooles für Männer ist. Ich vermute, es hat aber auch damit zu tun, dass viele Yoga Richtungen auch eher sanft sind und nicht so die sportliche Seite der Männer ansprechen. Meine Bekannten stehen dann vor allem auf Ashtanga Yoga und ähnliches, das machen Frauen dann wieder weniger…
      Liebe Grüße von Tina

  2. Matthias sagt

    I like

    Der Punkt mit mehr Standhaftigkeit und Ausdauer im Bett hat mich überzeugt.
    Schöner Artikel. Danke dafür!

    Gruß

    Matthias

  3. Chris sagt

    Hallo Betty!
    Danke für den Artikel :) Ich hatte letztens in meiner Stunde mehr Männer als Frauen! Revolution oder was? :)
    In der nächsten Yoga Journal Ausgabe gibt es einen schönen Artikel von mir zum Thema: (O)m Mann!
    Auf Facebook tummeln sich auch immer mehr…
    http://www.facebook.com/Men.Yoga

    Peace,
    Chris

    • Hallo lieber Chris,

      danke für das Teilen des Posts!
      Mehr Männer als Frauen? Wow! Da brodelt auf jeden Fall was ;-)
      Ich bin gespannt auf deinen Artikel. Wenn du magst schick ihn mir doch mal wenn er online geht.

      Alles liebe
      Betty

  4. Thomas sagt

    Hallo Bettina,

    vielen Dank für deinen inspirierenden Artikel, ich habe während meiner Pubertät ziemlich viel Yoga gemacht, es dann nur leider aus den Augen verloren…
    Für einen Neueinstieg…könt ihr mir vielleicht geeignete Lektüre empfehlen?

    Vielen Dank :D

  5. Ich (m) mache kein Yoga. Ich möchte hier einen Gedanken äußern, warum möglicherweise Männer weniger an Yoga interessiert sind. So wie ich es von außen wahrnehme, suchen Yoga-Praktizierende auch irgendwas in Richtung „mehr wohlfühlen mit mir und meinem Leben“. Meine Hypothese ist, dass das in unserer Gesellschaft in dieser Zeit ein weibliches Ding ist. Man könnte auch sagen, die Männer sind hier noch nicht emanzipiert genug. Männlichkeit ist doch eher, der widrigen Welt zu begegnen und mit Kraft und Schmerz auf sie einzudreschen (OK, überspitzte Formulierung). Kuckt Euch doch mal in Eurem Umfeld bei den Paaren um – wer ist für eine schöne Einrichtung der Wohnung zuständig? Wer plant Familienausflüge? Wer initiiert Theater- oder Konzertbesuche?

    Und,,. für die Single-Frauen: Wenn Ihr einen Mann trefft und der klarmacht, dass ihm eine schöne innere Welt wichtig ist, ist er dann attraktiv oder ein Softie?

    Aber nunja, das ist eben meine Hypothese. Ich bin drüber hinweg, ich will mich wohlfühlen. Nur ist Yoga wohl eben nicht mein Weg dafür. :-)

  6. Thomas aus Hamburg sagt

    Der Grund, wie ich zu Yoga gekommen bin, ist ein ganz anderer…
    Vor ca. zwei Jahren merkte ich dass es Vorgänge in meinem Leben (Gesundheit) und somit in meinem Alltag gab die nicht zwingend so von mir gewünscht waren.
    Darauf will ich jetzt nicht näher eingehen, aber eine mir sehr nahestehende gute Freundin meinte: “ Thomas, versuche es mal mit Yoga. Das wird dir sicher helfen deine innere Mitte zu finden und etwas Ruhe in deinem Alltag zu finden.“
    Da ich neuem aufgeschlossenen bin dachte ich mir: “ Kann ich ja mal versuchen, wenn es mir nicht gefällt, höre ich einfach wieder auf damit“
    Ich muss schon zugeben, dass ich Yoga vor meiner ersten Stunde doch etwas belächelt habe. Von wegen lass das mal die Mädchen machen, mit ihrem OHM und so ein bisschen auf der Matte rumliegen.
    Nun ja, meine erste Yogastunde begann mit der Frage meiner Trainerin welches Ziel ich damit verfolgen würde? Mein Ziel beim bzw. mit Yoga ist eine Auszeit aus dem Alltag zu nehmen, meine Balance (inneres Gleichgewicht) zu finden, meinen Körper neue Impulse zu geben und damit meiner Gesundheit hoffentlich Gutes zu tun.
    Nach zahlreichen Besuchen bei Orthopäden inklusive Physiotherapien, sowie diversen Sitzungen beim Chiropraktiker, glaube ich jetzt gefunden zu haben wonach ich suchte.
    Und in der Tat habe ich seitdem nur noch selten bzw. keine Beschwerden mehr bezüglich der Nackenmuskulatur & Rücken etc.
    Die Yoga-Form für die ich mich entschieden habe nennt sich Yoga-Flow.
    Dabei haben wir zum einen, eine relativ fließende Abfolge der verschiedenen Asanas und Übungen, gleichzeitig aber auch zum Teil kräfteraubende Übungen bei den ich so manche Frau um Ihre Ausdauer beneide.
    Zwischenzeitlich habe ich noch weitere Yogakurse besucht und mir verschiedene Yogavarianten angesehen.
    Der aus meiner Sicht schönsten Yogaform bin ich von Beginn an treu geblieben und praktiziert diese mittlerweile seit ca. einem dreiviertel Jahr.
    Alle Männer da draußen möchte ich den Rat geben, probiert es einfach mal aus! Es lohnt sich bestimmt.
    Lieben Gruß aus Hamburg
    Namaste

    • Hallo Thomas,

      danke für deine interessanten Gründe Yoga zu machen! Es ist schön, dass du deine Yogarichtung gefunden hast. So kannst du deine Yogapraxis tiefer werden lassen, als wenn man noch ein bisschen hin und her springt – auf der Suche ist. Glückwunsch dafür :-)

      Wobei ich wichtig finde zu betonen, dass Flow Yoga aus deiner Sicht die schönste Yogarichtung ist. Denn ich finde, eigentlich gibt es keine schönste, sondern nur für jeden Typen eine Richtige. Das ist ja das schöne an der Vielfalt!

      Liebe Grüße
      Bettina

  7. Stephan sagt

    Hallo
    Ich heiße Stephan.
    Seit Mai 2014 mache ich zweimal die Woche bei einer Lehrerinn Yoga und einmal alleine zu Hause.
    Warum…?
    Ich bin einerseits beruflich in leitender Position tätig
    Und zum zweiten seit 2006 an colitis ulcerosa erkrankt.
    Also Stress und einen in Schüben verlaufenden entzündeten Darm.
    Schon öfter habe ich gehört das Yoga positiv auf den Darm usw. wirkt.
    Dann im März 2014 erfuhr ich auf einer Tagung,
    dass jetzt sogar versucht wird das Wissenschaftlich zu Beweisen.
    Also wieso warten……
    Erst mal ja allein unter Frauen
    Gewöhnt man sich aber schnell dran.
    Einzig das Geschnatter nach der Endentspannung nervt manchmal.
    Man ist bei den Yoga Übungen doch sowieso bei sich selbst.
    Um es jetzt mal auf den Punkt zu bringen.
    Es fängt an zu wirken.
    Ich fange an zu Entspannen und es macht zunehmend Spaß die einzelnen Asanas besser zu beherrschen.
    Im Moment sauge ich alles auf was ich über Yoga erfahre.
    Denke darüber nach, wenn ich Anfang nächsten Jahres immer noch so fühle,
    eine Yogaausbildung anzufangen.
    Um richtig ein zu steigen.
    Mal schauen wo die Reise hingeht.
    Übrigens nehme ich einmal die Woche meine Frau mit.
    Was auch eine neue schöne Erfahrung ist.
    Also Männer Yoga ist nichts für Luschen…sondern nur was für Echte Kerle!
    Spaß…..
    Namaste
    Stephan

    • Hallo Stephan,

      danke für deinen interessanten Erfahrungsbericht. Yoga wird immer mehr von Wissenschaftlern erforscht und es ist immer wieder erstaunlich was dabei rauskommt. Doch eigentlich reicht es auch, wenn man an sich selbst einen positiven Effekt bemerkt, egal ob es schon wissenschaftlich erforscht ist oder nicht. Schön, dass Yoga dir geholfen hat und hilft.

      Lieben Gruß
      Bettina

  8. Klar ist Yoga für Männer. Es wurde von Männern für Männer ersonnen, von Brahmanen, die einst den Luxus genossen, sich den ganzen Tag mit Studien und Ritualen beschäftigen zu können. Das ist nicht schlecht, weil was sie über das Leben, die Welt, uns Menschen und die Verbindung zwischen all dem zu Tage gefördert haben, hat eine ungebrochene Relevanz auch für die Menschen von heute. Aber die Leute, die für die Brahmanen damals auf den Feldern und in den Küchen und Wäschereien standen brauchten keine speziellen Yoga-Körperübungen zu praktizieren, die machten ihre Vorwärtsbeuge beim Rreispflanzen auf dem Feld, wohin gegen die Brahmanenkörper bei ihrem Lebensstil Gefahr liefen, dick und rund, unflexibel und krank zu werden. Die Brahmanen wussten aber sehr genau, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind, sie hatten ja genug Zeit, das zu studieren. Das trifft auch auf die Körper der Männer und Frauen in unserer heutigen arbeitsgeteilten Welt zu, wo viele sich in ihrem Arbeitsleben und Alltag nur monoton oder gar nicht bewegen. Deshalb sind die ausgetüftelten Yoga-Körperstellungen im Westen heute wieder so bedeutsam.

    Aber vielleicht noch wichtiger als die körperliche Gesunderhaltung und Flexibilität durch Körperstellungen ist, die Gewinnung einer geistigen Flexibilität und die Gewinnung eines emanzipierten Selbstverständnisses von Mann und Frau, welche die Yoga-Praxis fördert. Yoga ist ein mächtiges Instrument, einen rastlosen Geist zur Ruhe zu bringen, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, Verständnis und Unterscheidungskraft für die Dinge denen wir im Leben begegnen zu gewinnen und das Leben so positiver und freudvoller zu erfahren.

    Viele Männer und Frauen haben das Gefühl Getriebene zu sein, es reicht eben auf Dauer nicht, sich von Iphone zu Iphone, von Urlaub zu Urlaub, von Partner zu Partner zu hangeln, um ein glückliches Leben zu führen. Da ist so viel mehr zu entdecken. Yoga bedeutet in Einheit zu leben, in Einheit und Harmonie mit den Bedürfnissen des Körpers, des Geistes und der Umwelt. Das Wissen dazu fehlt leider heute in den Lehrplänen unserer Schulen, deshalb können wir das Wissen um den Yoga dazu nutzen, unser Leben zu transformieren, zu erkennen was abgeht in der Gesellschaft, Rollen in die wir uns selbst unnatürlicher weise zwingen zu identifizieren und loszulassen statt sie zu verstärken. Naja, appropos Rollendenken, länger pimpern zu können ist natürlich auch nicht schlecht und ein super Argument für Männer, Yoga zu praktizieren ;)

  9. Liebe Bettina,
    Yoga bringt dem etwas reiferen Mann „Ruhe“, „bessere Ausstrahlung“, „Gesundheit“, „Konzentrationsfähigkeit“, „Spiritualätit“ und 95 weitere Vorteile. Wird auch jüngeren Männern helfen, damit habe ich keine Erfahrung.
    Ich arbeite derzeit an einer Seite zum Thema „Yoga in der Medizin“ und suche die besten Links rund um Yoga. Deine Seite ist dabei. Du hast wahrscheinlich einen der schönsten Berufe der Welt gewählt. Das merkt man an deiner Seite :-)

  10. Harald sagt

    Liebe Bettina,
    ich (m) unterrichte Yoga und ein schöner Satz den eine Schülerin zu mir sagte lautete: muss doch toll sein so viele Frauen auf einmal zum Schweigen zu bringen;-)…stimmt!

    Harald

  11. Ach liebe Bettina, was ich schon versucht habe, Gleichgeschlechtliche auf die Yogamatte zu überreden, damit nicht ich alleine unter lauter Frauen…. Ich könnte ein Buch zum Thema „die 99 besten Ausreden der NichtYogis“. Die Top-10 möchte ich nicht vorenthalten:
    1. Da sind ja nur lauter Frauen!
    2. Ich mach ohnehin genug Bewegung
    3. Da müsste ich ja auf Fußball verzichten
    4. Ich bin viel zu ungelenkig
    5. Ich werde mich doch nicht angaffen lassen, guck dir doch mal meinen Bauch an
    6. Da sieht ja jede wie ich voll schwitze
    7. Kann ja nur am Abend. Da bin ich dann schon zu müde
    9. Mein Rücken schmerzt so
    10. Habe keine Zeit

    Eine Wiener Yogalehrerin schaffte es aber sogar auf 100% Männer-Anmeldungen für ihren neuen Yogastil: NudeYoga. Der Kurs kam nicht zustande:-)

  12. Hallo Bettina,

    sehr gelungener Artikel! Das Thema hatte ich nämlich auch letztens erst wieder. Ich führe mit meinem Partner ein Studio für Personal ´Training und Kleingruppenkurse und seit Oktober 2016 gebe ich auch Yoga Kurse für Anfänger. Von Anfang an war dieser nur von einem Mann genutzt worden, der Rest ausschließlich Frauen. Unsere männlichen Kunden, die unsere anderen Angebote nutzen, raten wir immer wieder zu Yoga. Da kommen dann genau die Aussagen, die du in deinem Artikel angeführt hast. Allerdings kann ich die Männer Ansicht auch etwas nachvollziehen. Wie du schon erwähnt hast, es wird meist alles sehr weiblich und weich nach außen getragen, Räumlichkeiten etc. Da fällt es schwer über seinen Schatten zu springen. Mein Partner hat selbst auch lange gebracht, eher er mit Yoga begonnen hat. Und was soll ich sagen? Er findet es klasse! ;-) Habe deinen Artikel direkt auf unserer Studio FB Seite geteilt, weil es so gut gepasst hat.

    Herzliche Grüße
    Claudia

    • Hallo Claudia,

      das freut mich sehr – danke! Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Männer sich lange zieren, aber wenn sie Yoga dann einmal ausprobiert haben bleiben sie ziemlich oft :-) Viel Spaß und Erfolg noch mit Yoga für ALLE!

      Lieben Gruß
      Betty

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