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Pille abgesetzt: Gründe, Nebenwirkungen & alternative Verhütungsmethoden

Vor gut einem halben Jahr habe ich die Pille abgesetzt. Warum habe ich das gemacht? Wie ist es verlaufen? Und wie verhüte ich jetzt? Da dies ein topaktuelles Thema ist und trotzdem immer noch viele Unsicherheiten herrschen, teile ich hier meine Erfahrungen mit dir.

Warum habe ich die Pille abgesetzt?

Seit ich 15 Jahre bin nehme ich die Pille durchgehend, mit ein paar kurzen kaum erwähnenswerten Pausen. Damals hatte ich meinen ersten Freund und der Gang zum Frauenarzt, mit dem folgenden allabendlichen Einwerfen dieses harmlos erscheinenden Dings, war völlig normal. Wer macht sich mit 15 auch schon großartig Gedanken um sowas? Hauptsache es funktioniert – und die Ärztin will ja nur mein bestes.

Um so älter und reflektierter ich wurde, umso nagender wurden die Zweifel. Allein der Fakt, dass ich meinen Körper bereits die Hälfte meines Lebens mit Hormonen austrickse, hat mir schon lange nicht mehr gefallen. Wie fühle ich mich eigentlich und wer bin ich, ohne hinzugefügte Hormone? Kann sich mein Körper überhaupt erinnern? Ich fing an zu hinterfragen.

Nebenwirkungen der Pille

Also informierte ich mich und fand heraus, dass die Pille so einige Nebenwirkungen hat, über die ich beim Frauenarzt nicht aufgeklärt wurde. Und mal ganz ehrlich, wer von uns liest schon bewusst die Packungsbeilage?

Antriebsschwierigkeiten, sexuelle Unlust und Depressionen sind „nur“ einige der psychischen Nebenwirkungen. Körperliche sind zum Beispiel Thrombosen, Brust- oder Gebärmutterhalskrebs und Leberschäden. Da kann schon mal Angst aufkommen. Und wenn mir das noch nicht die volle Breitseite gab, dann die erhöhte Chance auf Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten nach langjähriger Pilleneinnahme. Autsch.

Die hier aufgezählten sind nur einige der – nebenbei gesagt allseits bekannten – Nebenwirkungen. Die Fragen „was tue ich mir da an?“ und „ist es das wert?“ sind also durchaus berechtigt. Ich entschloss vor einem halben Jahr: NEIN – auf keinen Fall!

Und du?

Nebenwirkungen bei mir

Zum Glück stand bei mir bisher die Angst im Vordergrund und ich habe noch keine körperlichen Nebenwirkungen wahrgenommen. Dennoch, wenn ich mich mit der jungen Betty vergleiche, bin ich um einiges antriebsloser. Die Lust auf Sex war auch schon mal stärker und ja, depressive Verstimmungen kenne ich ebenfalls. Hat das jetzt mit der Pille zu tun? Ich weiß es nicht. Trotzdem will ich nicht mehr das Versuchskaninchen sein.

Wie ist es mir mit dem Absetzen der Pille ergangen?

Das Einnehmen von Hormonen über lange Jahre hinweg macht etwas mit unserem Körper – und er gewöhnt sich dran. Wenn diese Hormone dann wieder abgesetzt werden, kommt er erst mal ziemlich durcheinander. Damit hat er nicht gerechnet. Es ist wie ein Entzug: Er braucht Zeit um wieder zu lernen, wie er von ganz alleine funktioniert. Das habe auch ich zu spüren bekommen.

Pille abgesetzt: Der schwierige Teil

Wie du jetzt schon weißt, versuchte ich schon öfter die Pille abzusetzen. Weil ich ab und zu mal Single war aber auch, weil ich die Zweifel nicht mehr wegschieben konnte. Ich hielt nie lange durch, was vor allem an drei Dingen lag:

  1. Meine Tage blieben aus.
  2. Meine Haut wurde unrein.
  3. Die Alternativen gefielen mir nicht.

Wenn die Haut, die sonst doch so schön problemlos ist, plötzlich rumspinnt, als wäre man ein Teenager, dann ist das ziemlich nervig. Und wenn die Tage einer Frau über Monate ausbleiben, dann ist das nicht nur nervig, sondern sehr einschüchternd. Ich musste doch nur dieses kleine Pillchen nehmen und beide Probleme würden sich schnell wieder in Luft auflösen. Natürlich nur an der Oberfläche… but who cares… und huch da ist ja schon der neue Freund… schwupps, war ich wieder fleißige Pillennehmerin.

Diesmal war es anders. Der Wille war stärker und das Selbstbewusstsein auch. Ich war mir vor einem halben Jahr bewusst: Ich will das jetzt wirklich! Und gab dadurch den nervigen Begleiterscheinungen gar nicht mehr so viel Raum. Sie sind natürlich ganz zuverlässig trotzdem erschienen. Aber nach einer Überbrückungszeit sind meine Tage zum Glück wieder ziemlich regelmäßig. Und auch wenn diese viel schmerzvoller als vorher sind, ist es ein schönes Gefühl zu wissen, dass mein Körper diesen wichtigen natürlichen Vorgang alleine auf die Kette bekommt.

Um die Problemhaut – die sooo schlimm nun wieder auch nicht ist – kümmere ich mich soweit ich kann, und den Rest übergebe ich der Zeit und meinem Körper, der sich bestimmt wieder einpendeln wird. Und eine passende alternative Verhütungsmethode habe ich auch gefunden. Mehr dazu findest du weiter unten.

Wichtig für dich

Bei jeder Frau verläuft das Absetzen der Pille unterschiedlich. Manche haben andere Probleme als ich, manche verspüren gar keine. Mach dir also nicht zu einen großen Kopf drum und sei dir bewusst, dass dies nur eine Übergangszeit ist.

Vertraue deinem Körper und konzentriere dich auf die schönen Seiten. Denn es gibt einiges zu entdecken:

Pille abgesetzt: Der schöne Teil

Ich bin zwar immer noch kein Rund-um-die-Uhr-Sonnenschein, aber ich habe das Gefühl, dass sich etwas verändert hat. Alles was ich früher erlebte wurde mehr und mehr abgedämpft von einem Schleier. Immer öfter lichtet sich dieser Schleier, ich lasse die Dinge wieder mehr an mich ran und empfinde vor allem wieder mehr Freude in meinem Leben. Freude an der Sonne, dir mir ins Gesicht scheint, an guter Musik, an dem Abenteuergefühl während einer Reise, an dem Stolz auf das was ich erreicht habe, an der Dankbarkeit für eine liebe Geste…. Und ja, mehr Freude am Sex gehört auch dazu.

Besonders spannend finde ich es zu beobachten, wie mein Körper wieder seinen weiblichen Rhythmus aufnimmt. Zu beobachten, dass ich genau spüren kann, wann der Eisprung stattfindet oder wann sich die Tage ankündigen. Zu beobachten, dass ich in der ersten Woche des Zyklus ein regelrechtes High erlebe und in der letzten Woche des Zyklus ganz viel Zeit für mich brauche. Ich komme dadurch wieder mehr mit mir und meiner Weiblichkeit in Kontakt. Werde mir bewusster was ich will und was mir gut tut.

Wie konnte ich das nur mein halbes Leben lang ignorieren?

Wie verhüte ich jetzt?

Da ich in einer Beziehung bin, machte ich mich neben dem Absetzen der Pille natürlich auf die Suche nach einer hormonfreien Verhütungsmethode. Kondome sind für Singles perfekt, aber wer will sie schon immer in einer dauerhaften Beziehung benutzen müssen? Also kamen mir diese Verhütungscomputer in den Sinn. Aber ist das sicher?

Ich hatte schon so einige Horrorgeschichten gehört. Was ich nicht wusste ist, dass es auch hier zwei verschiedene Methoden gibt. Die am meisten beworbene und damit benutzte ist die der Hormonmessung im Urin aka Persona. Nur leider ist diese mit 94 % Zuverlässigkeit auch die risikoreichere von beiden. Weiter informiert stieß ich auf die viel sicherere (und nebenbei bemerkt einfachere) Temperaturmessung mit einer Zuverlässigkeit von 99,3 % (die Pille hat übrigens auch nur 99,9 %). Das gefiel mir schon besser!

Mein Verhütungscomputer

Es gibt zwei große Verhütungscomputer auf dem Markt, die nach der Temperaturmethode funktionieren. Beide haben ihre Berechtigung, sind jedoch völlig unterschiedlich.

Der myWay ist ein ganz schön großes Gerät, der über seinen Touch Screen gefühlt alles kann: Body-Mass-Index, Zykluskalender, Erfassung von Schleimqualität, Weckfunktion, Tipps zur Hautpflege, Hinweise auf PMS, etc. Das kann für den ein oder anderen vielleicht spannend sein, aber mir ist das viel zu viel. Ich will doch nur verhüten. Und meinen Körper würde ich gerne auf Basis meines Gefühls wieder näher kennenlernen als durch irgendwelche Statistiken und Grafiken, die mir ein Computer nach viel Zeitaufwand ausspuckt. Außerdem ist er für Menschen, die gerne wie ich Reisen, schon ziemlich sperrig.

Die Daysy ist viel reduzierter und außerdem wirklich hübsch. Es macht Spaß mit ihr zu arbeiten und sie ist so klein, dass sie problemlos in jede Handtasche und jedes Reisegepäck passt. Das war ein großes Argument für mich. Es gibt nur eine Taste, über die ich morgendlich meine Temperatur messe und der Daysy mitteile, ob ich meine Tage habe. Das was sie mir mit ihren Lämpchen mitteilt verstand ich relativ schnell. Und wie du siehst, habe ich auch schon eine Beziehung zu ihr aufgebaut, sie ist nämlich nicht mehr DER Verhütungscomputer sondern DIE Daysy – meine treue Begleiterin. Einfach, praktisch, klein und schön.

Wie funktioniert die Daysy?

Eigentlich sind wir Frauen nur für ca. 6 Tage rund um unseren Eisprung fruchtbar. Den Rest der Zeit kann nichts passieren. Die Daysy lernt mich kennen und kann mir von Zyklus zu Zyklus immer genauer sagen, wann diese fruchtbaren Tage sind. Dafür messe ich jeden Morgen mithilfe der Daysy meine Temperatur im Mund. Das dauert ca. 30 Sekunden. Daraufhin zeigt sie mir mit ihren Lämpchen an, ob ich fruchtbar bin oder nicht. Also ob ich (zum Beispiel mit Kondomen) verhüten sollte oder nicht:

  • Rot: Sehr fruchtbar = Verhüten
  • Gelb: Lernphase o. Zyklusschwankungen = Verhüten
  • Grün: Nicht fruchtbar = Viel Spaß

Abgesehen davon teile ich der Daysy nur noch mit Hilfe eines Knopfdrucks mit, wenn ich meine Tage habe. So einfach ist das. Und wenn ich mal vergesse zu testen (was meistens passiert, wenn mich morgens der Wecker weckt) dann verliert sie (im Gegensatz zur Pille) nicht an Wirksamkeit. Es kann nur sein, dass sie auf Nummer sicher geht und dir mehr rote oder gelbe Tage anzeigt. Somit ist sie für Chaoten wie mich wahrscheinlich sogar sicherer als die Pille.

Die Daysy App

Die Daysy kommt mit einer kostenlosen App für das Handy. So finde ich zum Beispiel heraus, dass ich bisher 20 von 92 Messungen vergessen habe. Ich kann außerdem meine Temperaturkurve und meinen Zykluskalender sehen und schauen, wie oft ich grünes Licht bekomme:

  1. Zyklus: Lernphase, durchgehend gelb
  2. Zyklus: 19 x Rot, 3 x Gelb, 15 x Grün
  3. Zyklus: 13 x Rot, 5 x Gelb, 19 x Grün

Wie du siehst, lernt die Daysy mich noch kennen, wird aber jetzt schon von Monat zu Monat genauer und zeigt mir immer weniger rote, dafür immer mehr grüne Tage an.

Und ach ja, sollte ich dann doch irgendwann mal schwanger werden wollen, kann ich den Spieß natürlich auch umdrehen und an den roten Tagen meinen Spaß haben.

Gutscheincode: Überlegst du auch deine Verhütungsmethode zu wechseln?

Die Daysy ist mit 290 € nicht günstig. Aber denk dran, der Preis der Pille, die du immer wieder neu kaufen musst, summiert sich auch. Meinen Zykluscomputer hat mir das Team von Daysy netterweise zum Testen zur Verfügung gestellt. Mit den Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe, würde ich ihn mir aber jederzeit als Alternative zur Pille selbst anschaffen.

Möchtest du es auch ausprobieren? Dann kannst du bis zum 5. Juni 2017 mit dem Gutscheincode „ohmyyogi“ 10 € beim Einkauf deiner Daysy sparen:

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Es fühlt sich unheimlich gut an, endlich ohne das Einnehmen von Hormonen zu leben und meinem weiblichen Körper so wieder viel näher zu kommen. Ich möchte auf keinen Fall zurück! Hast du eigene Erfahrungen gemacht, oder noch Fragen zum Thema Pille absetzen? Teile sie gerne in den Kommentaren mit uns.

Betty

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Daysy entstanden. Vielen Dank für die Unterstützung.
Pille abgesetzt: Gründe, Nebenwirkungen & alternative Verhütungsmethoden | Vor gut einem halben Jahr habe ich die Pille abgesetzt. Warum habe ich das gemacht? Wie ist es verlaufen? Und wie verhüte ich jetzt? Da dies ein topaktuelles Thema ist und trotzdem immer noch viele Unsicherheiten herrschen, teile ich hier meine Erfahrungen mit dir.
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Hi, ich bin Betty, Yogalehrerin, Bloggerin, Reiseleiterin und die Gründerin von Oh My Yogi. Im Jahr 2000 entdeckte ich Yoga für mich und stand meine halbe Jugend lang auf dem Kopf, bevor ich elf Jahre später begann von meiner Leidenschaft zu leben und mich in die Freiheit der Selbstständigkeit zu verlieben. Hier zeige ich dir, wie du Yoga mit Herz lebst und authentisch unterrichtest. Frei und spirituell, geerdet und echt - ganz so, wie es dich glücklich macht.

13 Kommentare

  1. Lotte sagt

    Hallo Betty, vielen Dank für die Alternative Verhütungsmethode. Deine Erfahrung kann ich gut nachvollziehen. Im Gegensatz zu dir, habe ich die Pille nie gut vertragen, aber es war ja soooo bequem. Inzwischen bin ich seit 15 Jahre Pillefrei und genieße es. Selbst meine Geruchswahrnehmung hat sich verändert. Jetzt suche ich auch nach einer Alternative und werde mich sicher noch intensiv mit einer Daysy beschäftigen. Liebe Grüße Lotte

    • Danke Lotte – das ist so spannend, was sich alles verändern kann. Und auch gruselig, wie tief die Pille doch eingegriffen hat. Lieben Gruß – Betty

  2. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Ich habe vor 5-6 Jahren die Pille abgesetzt und kann nur jedem dazu raten. Man spürt den Körper ohne Hormonzugabe einfach erst richtig.

  3. Vanessa sagt

    Hi Betty und liebe Leserinnen,

    ich habe im Nov. 2015 die Pille nach 8 Jahren kontinuierlicher Einnahme abgesetzt. In den ersten Wochen, Monaten schien kaum etwas anders. Doch Mitte 2016 habe ich dann vermehrten Haarausfall gehabt (also wenn ich mir mit den Fingern durch die Haare gestrichen habe, blieben so 3-4 Haare in meiner Hand :O ). Das war ziemlich nervig…und dauerte gefühlte 3 Monate. Der Zyklus kam bei mir von Beginn an weiterhin, jedoch sehr unregelmäßig. Meist später. Einmal erst am 43. Tag, wo ich mir auch schon halb Sorgen machte ;-) .. Nach gefühlt einem Jahr sind die Problemchen nu weg (ich hätte nicht gedacht, dass die Umstellung so lange dauert…). Mit Pille hatte ich den Abend vor der Mens immer Kopfschmerzen, da wusste ich – ok morgen gehts los! Nu habe ich die nicht mehr, ich merke jedoch genau den Zeitpunkt, wann ich sie bekomme.., da verspüre ich ein leichtes Ziehen im Unterleib, was nach vllt 10min wieder weg ist. Mit der Pille wusste ich genau – ok diesen Samstag gegen 10 Uhr bekomme ich sie, ohne ist es nun anders – aber auch irgendwie gut! Man lernt auf sich und seinen Körper zu achten, zu hören und agiert nicht mehr wie ein Roboter -> „Täglich eine Pille einschmeißen (ging ja auch schon automatisch) und dann nach 28 Tagen den Auswurf“. Meine Hochachtung an alle Frauen, die sich für das Absetzen (trotz vieler Änderungen und z.T. Nebenwirkungen) entscheiden und ihrem Körper etwas gutes tun wollen <3

    • Hallo liebe Vanessa,

      danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Das hört sich aber auch unangenehm an. Wie schön, dass du jetzt durch bist mit dem Thema, und die Zeit ohne Pille genießen kannst. Das gibt Hoffnung ;-)

      Lieben Gruß
      Betty

  4. Christine sagt

    Also ich habe die Daysy nun auch schon fast zwei
    Monate und bin eigentlich gar nicht zufrieden. Es steht nirgends etwas zu der Höhe der Basaltemperatur. Eigentlich könnte man dies auch mit einem Thermometer tun und müsste nicht diesen teueren und anfälligen Computer holen (gleich nach 3 Wochen ein Fehler aufgetreten, dass ich es einschicken musste).
    Kein Wunder das man nicht schwanger wird, es tut nichts anderes als grüne Tage während der Periode anzuzeigen und kurz danach bzw. kurz davor… das Ding sollte einen nicht erst kennen lernen müssen, sondern die Temperatur messen! Das halte ich mittlerweile für Blödsinn! Es geht nur darum dass es rechnet und nicht misst! Was anderes tut es nicht! Die meiste Zeit muss man einfach zusätzlich verhüten, eigentlich 3/4 des Zykluses! Die größte Bauernfängerei auf die ich je reingefallen bin!

    • Hallo Christine,

      schade, dass dir die Daysy nicht so gut gefällt wie mir. Und natürlich auch doof, dass du ein Montagsgerät bekommen hast. Hast du denn ein Neues bekommen?

      Das Prinzip der Daysy ist es, alles so einfach wie möglich zu machen. Mich (und bestimmt auch viele andere Frauen) interessiert die Basalthemperatur nicht. Ich möchte einfach nur mein Go oder eben nicht Go bekommen ;-) Für Menschen, die viel mehr wissen möchten, ist vielleicht doch eher der myWay geeignet, den ich auch oben im Artikel vorgestellt habe. Oder eben das selber Messen zu dem dann aber auch Kontrolle des Zervixschleimes und des Muttermundes gehört. Wenn du trotzdem weiter mit der Daysy arbeiten möchtest (da du sie jetzt ja nun mal hast) kannst du sie übrigens mit einer App verbinden, dort wird dir die Temperatur mit Kurve angezeigt.

      Und natürlich zeigt die Daysy grün an, wenn du deine Tage hast und die Zeit drum herum, weil das einfach die Zeit ist, in der du nicht fruchtbar bist. Daran lässt sich leider nichts drehen :-) Ich glaube schon, dass der Zykluscomputer dich kennenlernen muss. Jede Frau hat nämlich andere Temperaturen und ihre ganz eigenen Schwankungen. Und so tastet er sich langsam ABER SICHER mit immer mehr Tagen an deinen Eisprung heran. Falls du verstehst was ich meine. Wenn du der Daysy noch ein bisschen länger eine Chance gibst als zwei Monate, wird sie dir bestimmt, wie bei mir, immer mehr grüne Tage anzeigen.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

      Lieben Gruß
      Betty

      • Christine sagt

        Hi Betty,

        ich hab mir nun lang und breit Gedanken drüber gemacht und bin wirklich nicht überzeugt von der Daysy. Zum einen stellt man sich das vielleicht so einfach vor mit den morgendlichen Messungen, die Wahrheit ist aber, dass man das SOFORT tun muss, ehe man richtig aufgewacht und aufgestanden ist. Man muss mindestens 3 oder 4 Stunden am Stück geschlafen und somit auch gelegen haben, um die Temperatur nicht zu verfälschen. Also wer nachts so häufig mal auf Toilette muss wie ich, ist das schon mal nichts. Außerdem hatte ich mich mega unter Druck gesetzt, da man sich auch echt immer an die Messungen erinnern muss und das raubt einem schon mal den Schlaf. Ich denke das mit der Schleimmessung wirklich sinnvoller ist. Statt der teuren Daysy hätte ich einfach zählen sollen, für UMME! Aber jetzt ist es halt schon zu spät dafür! Ärgerlich!

  5. desiree sagt

    Hallo Betty,

    toller Artikel-vielen Dank. ich verhüte selbst seit ungefähr 1 Jahr nach NFP und habe selbst lange überlegt, ob ich mir so einen schmucken Verhütungs-PC zulegen soll.
    Für mich hat sich morgendliches Temperatur-messen mit einem guten Thermometer, Zervixschleimbeobachtung (was ein Wort) und eine App zum eintragen bewährt.
    Was ich nicht ganz verstehe, ist dass der von dir empfohlene Daysy anscheinend nur die Temperatur erfasst-natürliche Verhütung erreicht eigentlich nur mit der Kombination von mindestens 2 Merkmalen (Temperatur, Zervixschleim, Stand des Gebärmuttermundes) eine hohe Sicherheit.
    liebe Grüße
    Desi

    • Liebe Desiree,

      soweit ich weiß erfasst die Daysy die Temperatur und greift gleichzeitig zurück auf einen Algorithmus. Vielleicht ist das die 2. Komponente? Mit einem Pearl Index von 0,7 und einer Sicherheit von 99,3 % vertraue ich ihr auf jeden Fall. Die restlichen 0,7 % sind Schicksal ;-)

      Lieben Gruß
      Betty

  6. Deniz sagt

    Hallo liebe Betty! Danke für den tollen Artikel!! Irgendwie kommt der mir wie gerufen!
    Ich habe seit ich 17 bin die Pille genommen und letztes Jahr im März abgesetzt. Nach 16 Jahren…. Mein Hormonhaushalt und mein Körper waren dermassen durcheinander, dass es fast 6 Monate gedauert hat, bis ich meine Periode bekam. Danach hat es noch etwas gedauert. Mal 52 Tage, mal 16 Tage. Das war schon verwirrend für mich. Denn ich habe nichts von all den Sachen wie Brustschmerzen, Eisprung usw gefühlt. Verständlich, nach all den Jahres den „Pilleneinwerfens“…. Allerdings bin ich nun wieder in einer Beziehung. Und da ich Migränepatientin bin, kommen eh nicht alle Verhütungsachen für mich in Betracht. Da es schon zweimal sehr gefährlich war, habe ich also nun wieder angefangen eine Pille zu nehmen. Und das durchgehend. Mir ist nicht so wohl mit dem Gedanken da ich meine Tage gar nicht mehr habe, da ich das Dingen permanent nehme….. Und mein Hautbild hat sich verschlechtert und und und. Allerdings nun schwanger werden wäre keine Option. Denn ich muss sagen, in der Pillenfreien-Zeit, ich kann nicht genau beschreiben was aber es ging mir einfach gut. Vielleicht das was du auch geschrieben hattest. Die „Sonnenschein“-Momente kamen mehr durch, der Schleier ging langsam weg und irgendwie insgesamt das ganze Körpergefühl war besser! Auch wenn es wie erwähnt durcheinander war/ist.
    Und nun kam dein Artikel und ich muss sagen, mich interessiert dies schon. Denn ich gehöre auch zu den Chaoten, die es so einfach wie möglich haben müssen. K.I.S.S = keep it simple stupid. Einfach morgens messen, ende. Das ist genial! Denn dieses ganze messen, Schleim fühlen blablabla, dies schreckt mich ab. Tut mir leid. Manche schwören auf das aber ich kenne mich. Je einfacher desto besser und praktikabler für mich. Herzlichen Dank für deinen Artikel! Ich werde dies bestimmt mit meinem Partner mal durchsprechen. Denn die anderen Alternativen….immer nur Kondome in einer festen Beziehung? Nein Danke. Und vor Spirale und Co. hab ich schlichtweg Angst und das möchte ich nicht.
    Ich bin gespannt! Vielleicht schreibst du irgendwann nochmal einen Erfahrungsbericht über „deine“ Daysy? :-)
    Herzliche Grüße!
    Deniz

    • Hallo Deniz und danke für deine Geschichte! Ich finde die Einfachheit der Daysy auch genial. Am besten macht jeder das, was am besten zu ihm passt. Also im Prinzip habe ich ja hier schon über meine Erfahrungen mit der Daysy berichtet, reicht dir das nicht? :-)

      Lieben Gruß
      Betty

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