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You are beautiful: Für mehr Buntheit im Yoga – oder warum du in jeder Kleidung schön bist

You are beautiful: Für mehr Buntheit im Yoga - oder warum du in jeder Kleidung schön bist | In letzter Zeit stößt mir in Erzählungen, Blogbeiträgen und Social Media Posts eines auf: Yogakleidung wird heiß diskutiert. Vor allem negativ. Und ich frage mich, warum das zu so einem behafteten Thema geworden ist?

In letzter Zeit stößt mir in Erzählungen, Blogbeiträgen und Social Media Posts eines auf: Yogakleidung wird heiß diskutiert. Vor allem negativ. Und ich frage mich, warum das zu so einem behafteten Thema geworden ist?

Yoga und Mode

Als ich mit 13 Jahren Yoga für mich entdeckte, und auch als ich zehn Jahre später meine Lehrerausbildung begann, war Kleidung im Yoga noch gar nicht so das Thema. Man trug das was man hatte und was gemütlich ist. Ganz normale Sportkleidung, die chillige Jogginghose oder die Flatterhose aus Südostasien. Ab und an sah man sogar etwas, das nach Schlafanzug aussah. Und damit war jeder zufrieden. Denn darum ging es im Yoga ja auch nicht – dem Weg, der dich immer mehr nach innen führen soll.

Yoga Mode früher: Man trug das was man hatte und was gemütlich ist.Click To Tweet

Trotzdem war ich ziemlich glücklich, als die ersten Yoga Labels aufpoppten und ein bisschen mehr Stil und Abwechslung in die Sache brachten. Besonders heute, wo ich als Yogalehrerin fast jeden meiner Tage darin verbringe, genieße ich es, mich trotzdem schön zurechtgemacht zu fühlen. Denn, bei all der Selbstfindung und Egolösung, ist es nicht das was wir alle wollen? Weg vom Baden im Negativen hin zu mehr Genuss des Schönen?

You are beautiful: Für mehr Buntheit im Yoga - oder warum du in jeder Kleidung schön bist | In letzter Zeit stößt mir in Erzählungen, Blogbeiträgen und Social Media Posts eines auf: Yogakleidung wird heiß diskutiert. Vor allem negativ. Und ich frage mich, warum das zu so einem behafteten Thema geworden ist?

Yogaszene und Kleidungsbashing

Ich schreibe hier natürlich nicht von regelmäßigen und hemmungslosen Shoppingexzessen, die eine Leere in uns füllen sollen, es aber niemals tun. Das ist eine ganz andere Baustelle. Ich schreibe hier von dem genussvollen Ausdruck der eigenen Stimmung und Persönlichkeit über Mode.

Wenn ich dann Dinge lese oder höre, wie „Leinenhosen und Batikshirts sind ja mal völlig Alt-Hippie und durch“, dann stört mich das genauso, wie „Mesheinsätze sind zu sexy“ oder „Blumenleggings zu bunt und störend“. Und den Vogel schoss eine Freundin von mir ab, als sie entsetzt von einer Gruppenarbeit in ihrer Yogalehrerausbildungsklasse erzählte. Die Gruppen sollten Punkte aufzählen, die einen guten Yogalehrer ausmachen. Und da fielen doch tatsächlich Dinge, wie „keine bunten Leggings“, „nicht zu dick“ und „kein Make-Up“, denn „zu einer Yogalehrerin, die so sehr auf ihr äußeres achtet und jedem Trend folgt, würde ich niemals gehen.“ Echt jetzt?

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Die Yoga Mode unterscheidet sich kein Stück von jeder anderen Mode.

Sie ist nie gleichbleibend, ständig in Veränderung und findet immer genau das Gegenteil von dem schön, was gestern noch angesagt war. Eine Zeit lang war es in der Yogaszene der natürliche und romantische Hippie Look, dann kam die ziemlich weibliche Phase mit bunten Leggings und dem Ballett Style und zurzeit ist einfarbiges cooles Understatement angesagt. Wer glaubt schon wirklich, dass es morgen nicht wieder anders ist?

Yoga Mode heute: Wir finden immer genau das Gegenteil von dem schön, was gestern noch angesagt war.Click To Tweet

Was wir Yogis dem Rest der Welt oft gerne voraus haben wollen ist die Reflektiertheit und die Akzeptanz. Ob das nun wirklich so ist, ist wohl eine sehr persönliche Geschichte. Aber wie wärs, wenn wir damit beginnen den eigenen Style nicht mehr so ernst zu nehmen, aufhören uns ständig zu vergleichen und den Style der anderen als das sehen, was er ist: Ein Ausdruck ihres aktuellen Selbst. Ganz individuell und trotzdem einer Gruppe angehörend, nie gleichbleibend aber für den Moment absolut treffend. Die Kleidung anzugreifen, greift also auch immer auf persönlicher Ebene an.

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Kleidung als Ausdruck der Persönlichkeit

Jeder ist auf seinem ganz eigenen Weg, mit seinen eigenen kleinen Problemen und großen Freuden. Was sich wiederum in seinem Ausdruck über Kleidung manifestiert. Mit diesem Gedanken können wir vielleicht wieder mehr die Buntheit der Yoga Mode honorieren und das Schöne darin sehen. Zu so einem Statement über die eigene Kleidung gehört auch immer ein bisschen Mut, ein bisschen sich zeigen, ein bisschen sich angreifbar machen. Ein ehrliches Kompliment hat noch niemandem geschadet. Wir haben genug Schlachtfelder in unserem Leben. Der kleine Kritiker ins uns sollte lieber auf der eigenen Matte bleiben und noch etwas Yoga üben.

Ich jedenfalls freue mich über jeden Style. Ich liebe es, in einer Zeit und in einem Land zu leben, wo ich mich täglich neu ausdrücken darf. Und ich kann mich nicht satt sehen an Menschen, die das genauso genießen, an einfarbigen Bio-Baumwoll-Jumpsuits oder bunten Leggings aus recycelten Plastikflaschen, an weiblichen, coolen, oder sexy Schnitten, an viel oder wenig Stoff. Morgen ist ja eh schon wieder alles anders.

You are beautiful: Für mehr Buntheit im Yoga - oder warum du in jeder Kleidung schön bist | In letzter Zeit stößt mir in Erzählungen, Blogbeiträgen und Social Media Posts eines auf: Yogakleidung wird heiß diskutiert. Vor allem negativ. Und ich frage mich, warum das zu so einem behafteten Thema geworden ist?

Mein Outfit von Fittasticgirls

Mittlerweile ist der Markt für Yogakleidung riesig. Da ist für jeden etwas dabei und das finde ich ganz großartig! Ich liebe es Yoga Labels aufzuspüren, die Neues ausprobieren. Zu meiner letzten Entdeckung gehört der Metallic Look von Fittasticgirls. Die kleine Linie, die dafür aber genau weiß was sie ausdrücken will, ist definitiv etwas für Tage, an denen ich ein Statement abgeben und auffallen möchte. An denen ich Coolness und Sexiness zugleich ausstrahlen möchte ohne den Wohlfühlfaktor zu vernachlässigen.

Denn meine Leggings und der Bra sitzen genau so, wie sie es sollen. Blickdicht und ganz nah am Körper, aber an den Bündchen nirgends einschneidend. Am liebsten kombiniere ich sie mit einem weiten Tanktop, einem rückenfreien Pulli oder – wie auf den Bildern – einer Strickjacke. Im Sommer wird das Outfit bestimmt auch mal alleine in der Sonne glänzen.

Besonders toll finde ich, dass Fittasticgirls alles in Deutschland nachhaltig, ressourcenschonend und umweltfreundlich produziert. Ausschließlich mit Stoffen aus Italien, die das Bluesign Zertifikat tragen.

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Mode ist da, um sich auszudrücken und auszutoben, um etwas schönes betrachten und immer wieder Neues entdecken zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Genieß es einfach!

Deine Betty

 

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Fittasticgirls entstanden. Vielen Dank für die Unterstützung.
You are beautiful: Für mehr Buntheit im Yoga - oder warum du in jeder Kleidung schön bist | In letzter Zeit stößt mir in Erzählungen, Blogbeiträgen und Social Media Posts eines auf: Yogakleidung wird heiß diskutiert. Vor allem negativ. Und ich frage mich, warum das zu so einem behafteten Thema geworden ist?
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Hi, ich bin Betty, Yogalehrerin, Bloggerin, Reiseleiterin und die Gründerin von Oh My Yogi. Im Jahr 2000 entdeckte ich Yoga für mich und stand meine halbe Jugend lang auf dem Kopf, bevor ich elf Jahre später begann von meiner Leidenschaft zu leben und mich in die Freiheit der Selbstständigkeit zu verlieben. Hier zeige ich dir, wie du Yoga mit Herz lebst und authentisch unterrichtest. Frei und spirituell, geerdet und echt - ganz so, wie es dich glücklich macht.

2 Kommentare

  1. Liebe Betty,
    Danke fürs Aufgreifen dieses aktuellen Themas.
    Ich selbst erwische mich immer wieder zwischen diesen zwei Positionen der toleranten Offenheit für alles was ist und meinem inneren Spießer der manchmal schreit, „Das hat doch nix mehr mit Yoga zu tun!“ Ich finds toll, wenn sich Yogis, in dem was sie tragen und vor allem in ihrer Haut wohlfühlen und ihre „Individualität“ unterstreichen. Kanns aber völlig verstehen, wenn gerad die Männer in Klassen von den durchsichtigen Leggings vor ihnen völlig aus der Fassung gebracht werden, und ihnen der Fokus nicht mehr so leicht fällt.
    Rebecca von FuckLuckyGoHappy schrieb letztens einen Artikel zum Thema: „Weniger Schubladen im Yoga“! Der hat sucht gesessen! Es ist cool, wenn wir anfangen die Vielfalt an Körpern und die Möglichkeiten sie zu schmücken wertzuschätzen. Am Ende heißt es doch sowieso: Alles Sein ist Yoga!

    • Hey Ela,

      den Artikel von Rebecca kenne ich, fand das auch ein ganz tolles Interview. Danke, dass du mich noch mal dran erinnert hast, habs gerade noch mal gelesen.

      Und na klar, manchmal schwanke ich auch, und wie eigentlich immer ist wohl die goldene Mitte der richtige Weg. Aber so im Großen und Ganzen bin ich einfach für mehr Toleranz und für weniger Verurteilung ;-)

      Lieben Gruß
      Betty

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